Zahlungszeitpunkt

Wann Sie welche Rechnung als Werbungskosten geltend machen dürfen, bestimmt sich nach dem Zu- und Abflussprinzip.
Haben Sie beispielsweise einen Besen für den Hausmeister gekauft und bar bezahlt, gehört der Beleg dafür zur Steuererklärung für das Jahr, in dem Sie dem Verkäufer das Geld für den Besen übergeben haben.
Zahlen Sie per Scheck, kommt es darauf an, wann Sie den Scheck übergeben haben. Zahlen Sie per Überweisung, ist der Zeitpunkt maßgeblich, zu dem Sie den Überweisungsträger Ihrer Bank übergeben.
Etwas anderes gilt bei regelmäßigen Zahlungen wie beispielsweise die Vorauszahlungen an den Stromversorger. Sind die Zahlungen kurze Zeit vor Beginn oder kurze Zeit nach Beendigung des Kalenderjahrs, zu dem sie wirtschaftlich gehören, geleistet worden, gelten sie als in diesem Kalenderjahr abgeflossen.
Kurze Zeit ist ein Zeitraum bis zu 10 Tagen. Leisten Sie also regelmäßige Zahlungen ab dem 22. Dezember, die wirtschaftlich ins nächste Jahr gehören, dürfen Sie diese Zahlungen erst im Folgejahr als Werbungskosten ansetzen.
Umgekehrt: Zahlen Sie regelmäßige Ausgaben, die wirtschaftlich in das Vorjahr gehören, bis zum 10. Januar des Folgejahrs, zählen diese Beträge noch im Vorjahr zu den Werbungskosten.

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