Damnum/Disagio

Normalerweise müssen Sie Entgeltvorauszahlungen für Nutzungsüberlassungen von mehr als 5 Jahren insgesamt auf den Nutzungszeitraum gleichmäßig verteilen (§ 11 Abs. 2 Satz 3 EStG).
Abweichend davon dürfen Sie ein marktübliches Damnum oder Disagio im Jahr seiner Zahlung in voller Höhe als Werbungskosten abziehen (§ 11 Abs. 2 Satz 4 EStG). Marktüblich ist ein Disagio bis zu 5 % der Darlehenssumme bei einem Zinsfestschreibungszeitraum von mindestens 5 Jahren. So steht es im Bauherrenerlass (BMF, Schreiben v. 20.10.2003, BStBl. 2003 I, S. 546).
Bei einem Disagio über 5 % müssen Sie den übersteigenden Betrag auf den Zinsfestschreibungszeitraum oder bei dessen Fehlen auf die Darlehenslaufzeit verteilen.

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