Anwalts- und Prozesskosten

Landen Sie mit Ihrem Mieter vor Gericht, ist das meist sehr unerfreulich. Einziger Lichtblick: Sie dürfen die dabei entstehenden Anwalts- und Gerichtskosten sofort als Werbungskosten abziehen.
Klagen Sie also vor Gericht die rückständige Miete ein und verlieren Sie den Prozess, sind die Prozesskosten als Werbungskosten abzugsfähig. Ebenso wenn Ihr Mieter wegen angeblicher Wohnungsmängel die Miete mindert, sich weigert, Ihrer Mieterhöhung zuzustimmen, seine Betriebskosten nicht nachzahlt oder die Miete gleich gar nicht mehr zahlt und Sie dies vor Gericht klären lassen wollen.
Prozessieren Sie gegen einen Handwerker wegen schlecht ausgeführter Instandhaltungsarbeiten an Ihrem Mietshaus, fallen auch diese Kosten unter die sofort abzugsfähigen Werbungskosten.
Haben Sie eine Rechtsschutzversicherung, dürfen Sie nur den Teil Ihrer Anwalts- und Gerichtskosten von der Steuer absetzen, den Sie selbst tragen.
Streiten Sie dagegen um Kosten, die zu den Anschaffungs-/Herstellungskosten gehören (z.B. während der Bauphase entstandene Kosten für das Beseitigen von Baumängeln), dann zählen auch die Anwalts- und Gerichtskosten ebenfalls zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten!

zurück zu: Anschaffungs-/Herstellungskosten
weiter mit: Anzeigen

Kommentare (0)

Kommentieren, ergänzen Sie jetzt den Artikel oder geben Sie dem Autor Feedback. Einfach anmelden und losschreiben.