Mittwoch, 20.05.2009 | Autor: heihec

Energieverbrauch sinkt konjunkturbedingt

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News: Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) berechnete den Energieverbrauch in Deutschland für die ersten drei Monate des laufenden Jahres. Demnach verzeichneten Steinkohle, Erdgas und die Kernenergie deutliche Rückgänge. Doch der Bedarf an Mineralöl, die Stromerzeugung aus Braunkohle und erneuerbaren Energien nahm zu.

Die aktuellen Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) zeigen, dass der Konjunkturverlauf deutliche Auswirkungen auf den energieverbrauch_101108=Energieverbrauch in Deutschland hat. Der Verbrauch an Primärenergien sank um 4 Prozent auf 126,3 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten gegenüber dem ersten Quartal des vergangenen Jahres. Besonders betroffen vom Verbrauchsrückgang waren Steinkohle, die Kernenergie sowie das Erdgas. Der Verbrauch an Mineralöl stieg insgesamt um knapp 2 Prozent. Diese Entwicklung ist insbesondere auf die um fast 50 Prozent gestiegene Nachfrage nach leichtem Heizöl zurückzuführen.

Rückgänge im Energieverbrauch

Für die übrigen Mineralölprodukte wurden dagegen Rückgänge verzeichnet. Der Erdgasverbrauch ging um rund 7 Prozent zurück. Der Verbrauch an Steinkohle verminderte sich um über 20 Prozent. Die Entwicklung spiegelt den drastisch verminderten Bedarf der Eisen- und Stahlindustrie wider. Aber auch die Kraftwerke setzten rund 17 Prozent weniger Steinkohle ein als in den ersten drei Monaten des Vorjahres. Der Braunkohlenverbrauch erhöhte sich um etwas mehr als 3 Prozent infolge einer erhöhten Kraftwerksverfügbarkeit. Die Stromerzeugung aus Kernkraftwerken verminderte sich dagegen um über 7 Prozent.

Die erneuerbaren Energien leisteten einen insgesamt stabilen Beitrag zur Energiebilanz des ersten Quartals. Die Stromerzeugung aus Windkraftanlagen erreichte mit einem Minus von 36 Prozent nicht die überdurchschnittlichen Ergebnisse des Vorjahres. Die Stromerzeugung aus Wasserkraft sank witterungsbedingt um 21 Prozent. Diese Rückgänge wurden durch Zuwächse bei der Biomasse und den Biokraftstoffen ausgeglichen.

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