Donnerstag, 08.03.2012 | Autor: heihec, Foto: © Marek Gottschalk - Fotolia.com

Finanzielle Folgen bei falscher Wohnfläche

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Worum geht´s
  • Falsche Wohnflächenberechnung
  • Finanzielle Folgen bei flascher Wohnfläche

Bei etwa zwei Dritteln aller vermieteten Wohnungen ist die Wohnfläche falsch berechnet und die im Mietvertrag eingetragene Quadratmeterzahl stimmt nicht mit der tatsächlichen überein. Demnach kassieren Vermieter mehr oder vielleicht auch weniger Miete, als ihnen zu steht.

Viele Vermieter kassieren jeden Monat für eine Quadratmeterzahl Miete, über die das vermietete Objekt gar nicht verfügt. Bei etwa zwei Dritteln aller Mietwohnungen ist die Wohnfläche falsch berechnet und die im Mietvertrag eingetragene Quadratmeterzahl stimmt nicht mit der tatsächlichen überein, dadrauf weißt der TÜV Rheinland in seiner aktuellen Pressemitteilung hin.

Falsch berechnete Wohnfläche

Ist die Wohnfläche falsch berechnet, setzt sich der Fehler auch in der jährlichen Nebenkostenabrechnung sowie eventuellen Mieterhöhung fort, da die Wohnfläche als Umlageschlüssel dient. Stellt der Mieter eine falsche Wohnfläche der vermieteten Immobilie fest, kann er die Mehrzahlung rückwirkend zurückfordern.

„Der Gesetzgeber erlaubt Größenabweichungen von bis zu zehn Prozent. Erst wenn die Abweichung höher ausfällt, können Mieter versuchen, zu viel bezahltes Geld zurückzufordern,“ so Carsten Rohlfs von TÜV Rheinland. Eine Garantie für eine Rückzahlung gibt es allerdings nicht. Vor allem dann nicht, wenn der Vermieter im Mietvertrag die Klausel einbindet, dass die Quadratmeterzahl nicht zur Festlegung des Mietgegenstands dient.

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Eine falsche Wohnfäche: Das gibt es häufiger als Sie vielleicht denken. Ein paar Zentimeter sind noch kein Beinbruch. Ab einer Flächendifferenz von 10 % kann es allerdings für Sie teuer werden: Und das auch noch, nachdem Ihr Mieter längst ausgezogen ist. 
"Ein Milliardengeschenk für Vermieter!", so nannte der Mieterbund damals noch ein BGH-Urteil zur Wohnfläche, dass dem Vermieter eine "Toleranzgrenze" von 10 % zugestand, wenn er sich zu seinen Gunsten verrechnet hatte.   Doch mittlerweile haben sich die Zeiten geändert - und zwar zum Nachteil des Vermieters. Was tatsächlich dahinter steckt und wann sich Vermieter bei ihrer nächsten Mieterhöhung freuen können, lesen Sie jetzt auf meineimmobilie.de.

 meineimmobilie.de-Tipp

Ungenauigkeit beim Ausmessen kann finanzielle Folgen haben. Wer bei der Flächenangabe zur Mietwohnung mindestens 10 % zu viel angibt, muss damit rechnen, dass der Mieter seine Miete mindert - und zu viel Bezahltes zurückfordert.