Donnerstag, 28.02.2008 | Autor: jansch

520 Millionen Euro Wohngelderhöhung

News: Wohngeldzahlungen sollen demnächst um zwei Drittel erhöht werden. Das kündigte Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) in Berlin an. Vermieter können die direkte Auszahlung des Wohngeldes auf ihr Konto bewirken.

Das Wohngeld kann mit schriftlicher Einwilligung des Mieters auch direkt an den Vermieter gezahlt werden. In diesem Fall ist das also überhaupt kein Problem.

Wenn die Vermutung besteht, das der Antragsteller das Wohngeld nicht zur Mietzahlung, sondern zu anderen Zwecken benutzt, kann das Wohnamt das Geld auch ohne Einverständnis des Antragsteller direkt an den Vermieter weiterleiten.

Wohngelderhöhung konkret

Die Heizkosten werden dabei nach dem Konzept zukünftig abhängig von der Wohnfläche pauschal in die Mietkosten eingerechnet. Darüber hinaus werden die Miethöchstbeträge um zehn Prozent angehoben, ebenso werden die Tabellenwerte, aus denen sich die Höhe des Wohngelds ergibt, um zehn Prozent erhöht.

850.000 Haushalte profitieren von der Wohngelderhöhung

Von der Wohngelderhöhung werden ab 2009 rund 850.000 Haushalte profitieren. Eine Familie mit zwei Kindern könnte dann rund 80 Euro mehr im Monat erhalten. Das bedeutet eine Steigerung gegenüber der heutigen Leistung um gut 70 Prozent

Ein Rentnerhaushalt in Berlin kann mit einer Wohngelderhöhung von rund 42 Euro monatlich rechnen, das ist fast die Hälfte mehr als heute. Insgesamt steigt das Wohngeld im Durchschnitt von 90 auf 150 Euro, also um zwei Drittel.

Ausgleich der Mietsteigerungen durch die Wohngelderhöhung

"Die Reform des Wohngelds ist überfällig. Das Wohngeld wurde zuletzt 2001 angepasst", sagt Wolfgang Tiefensee in einer Pressemitteilung zur Vorstellung seines Konzepts.

Die Bürger hätten seitdem Mietsteigerungen von rund zehn Prozent und eine Heizkostensteiegrung von fast 50 Prozent zu verkraften. "Wir werden Menschen mit geringen Einkommen, darunter viele Rentner, mit den Preissteigerungen nicht allein lassen", erklärte Tiefensee.

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 meineimmobilie.de-Tipp


Als Vermieter sollten Sie bei säumigen Mietern auf die direkte Auszahlung des Wohngeldes bestehen. Vorgesehen ist diese Möglichkeit in "begründeten Ausnahmefällen". Wenden Sie sich zu diesem Zweck an das zuständige Sozialamt Ihrer Kommune und unterrichten Sie dieses über die säumige Miete. Denn das Wohngeld ist zweckgebunden und das Sozialamt wird aufgrund Ihrer Meldung dann eventuell das Geld direkt an Sie überweisen.