Montag, 12.11.2012 | Autor: Heidi Hecht

Gewappnet für den Winter

Worum geht´s
  • Winterzeit ist die Zeit des Schippens und Streuens
  • Eigentümer haften für Stürze auf dem Gehweg
  • Dachlawinen und Eiszapfen bringen ein Risiko für Passanten aber auch für die eigene Immobilie mit
  • Versicherungen für den Winter

Wenn die ersten Schneeflocken fallen, beginnt für Hauseigentümer die Zeit des Schippens und Streuens. Diese Pflicht sollte Ernst genommen werden, denn schließlich haften Eigentümer im Schadensfall.

Bei klirrender Kälte lauern auf eisglatten Straßen und verschneiten Wegen viele Gefahren. Wie Eigentümer sich, andere und ihr Zuhause vor den Folgen des Winters schützen können, erklären die Experten der ERGO Versicherungsgruppe in einer aktuellen Pressemeldung.

Eigentümer haften im Winter für Stürze auf Eis

Für die Sicherheit auf dem Gehweg vor dem eigenen Haus ist der Eigentümer verantwortlich und so muss er bei Schnee und Eis zur Schippe greifen. Dabei müssen nicht nur die Wege auf dem eigenen Grundstück freigeräumt oder bestreut werden, sondern meist auch angrenzende Gehwege. Jede Gemeinde folgt im Detail ihren eigenen Regeln aber generell gilt: Die Wege müssen von 7 bis 20 Uhr gefahrlos begehbar sein. Dazu reicht es im Schnitt aus, einen etwa ein bis anderthalb Meter breiten Streifen frei zu schippen. Zum Streuen eignen sich Granulat oder Sand; Salz ist in den meisten Kommunen verboten. „Eigentümer können die Räum- und Streupflicht durch eine Klausel im Mietvertrag auch auf ihre Mieter übertragen“, erklären die ERGO Experten. „Allerdings bleibt es Aufgabe des Vermieters zu prüfen, ob die Mieter ihrer Pflicht auch tatsächlich nachkommen. Denn sie müssen sonst womöglich haften, wenn ein Fußgänger auf der vereisten Straße stürzt und sich verletzt.“

Dachlawinen: Immobilie winterfest machen

Dachlawinen oder Eiszapfen an der Immobilie gefährden Mensch und Auto. Mit Schneefanggittern oder Eishaltern können Hauseigentümer das Risiko für Passanten senken. „In schneereichen Regionen sind solche Sicherheitsvorkehrungen sogar Pflicht“, so die Experten der ERGO. „Wer die Vorschriften nicht einhält, haftet für den Schaden. Je nach Gemeinden gelten hier aber unterschiedliche Regelungen, die häufig an örtliche Gegebenheiten, wie die Witterungslage oder den Neigungsgrad des Daches, gebunden sind.“ Bei Tauwetter bestehe akute Gefahr von Dachlawinen und herabstürzenden Eiszapfen, dann sei es ratsam, umgehend Warnschilder aufzustellen oder sogar die Straße sperren zu lassen. Auf dem vereisten Dach selber Schnee zu räumen, davon rät die ERGO ab. Besser und sicherer sei es, damit einen Profi zu beauftragen, etwa die Feuerwehr oder einen Dachdecker.

Gut abgesichert im Schadensfall 

Schutz vor finanziellen Folgen im Falle eines Schadensfalls bietet die Haftpflichtversicherung. Wer in einem Einfamilienhaus lebt, ist mit einer Privat-Haftpflichtversicherung abgesichert, Besitzer von Mehrfamilienhäusern dagegen brauchen eine Haus- und Grundbesitzer-Haftpflichtversicherung. Hauseigentümer sollten sich außerdem unbedingt mit einer Wohngebäudeversicherung gegen Unwetter absichern. Für Schnee- und Eisschäden empfehlen die ERGO Experten eine Elementarschaden-Erweiterung.

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Der Winter entfaltet nun doch noch in vielen Teilen Deutschlands seine weiße Pracht. Für Hauseigentümer heißt es nun: Schnee schippen, was das Zeug hält.   Denn Städte und Gemeinden übertragen die Pflicht der Räumung von Gehwegen auf die Hauseigentümer.
Der Wintereinbruch mit Schnee und Eis lässt in diesem Jahr noch auf sich warten. Fällt eine große Menge Schnee - so wie im letzten Winter - kann es passieren, dass Hausdächer der Schneelast nicht standhalten und einstürzen. Hausbesitzer und Vermieter sollten darauf vorbereitet sein, dass sie ihr Dach unter Umständen räumen müssen und rechtzeitig vor dem ersten starken Schneefall Vorsichtsmaßnahmen ergreifen.

 meineimmobilie.de-Tipp

Als Vermieter sollten Sie eine Wohngebäudeversicherung in Kombination mit einer Police gegen Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagelschaden abschließen. Diese Versicherung übernimmt auch die Folgekosten von Frostschäden an Wasserleitungen - bei innenliegenden Rohren allerdings nur dann, wenn die Räume richtig beheizt wurden.