Passivhaus

Während ein Niedrigenergiehaus noch Energie für Wärme verbraucht, realisiert ein Passivhaus dank aufwändiger Dämmung und regenerativen Energiequellen das Ziel, keinerlei herkömmliche Wärmeerzeugung zu benötigen. Das Passivhaus ist allerdings in der Herstellung auch deutlich teurer und aufwändiger als bei herkömmlichen Bauten.
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Bei einem Neubau fallen längst nicht nur die Kosten für das Haus an. Anschlüsse müssen verlegt werden, Gutachter kommen auf die Baustelle, der Bauschutt wir entsorgt. All das und noch einige weitere Ausgaben fallen unter die sogenannten Baunebenkosten. Unter dem Strich ergibt sich meist eine stolze Summe, die auf jeden Fall vor Baubeginn in die Kalkulation miteinfließen muss.

2010 legte die Bundesregierung als Klimaziel fest, dass innerhalb von 40 Jahren Häuser, Büros und sonstige Bauten dank energetischer Sanierung klimaneutral werden sollen. Aber Sie wissen ja, wie das mit Plänen manchmal ist: Die können sich auch mal ändern oder verschieben, wie man am Hauptstadtflughafen, dem Bahnhof Stuttgart oder der Elbphilharmonie sieht.  Ähnlich sieht es derzeit auch beim Klimaziel für Gebäude aus.

Vor etwa 50 Jahren hat sich noch kaum einer Gedanken über Energiesparmaßnahmen bei Gebäuden gemacht. Viele Altbauten haben deshalb einen sehr hohen Verbrauch. Dennoch sind längst nicht alle älteren Bauwerke Energieschleudern, denn wenn sie modernisiert wurden, sind sie vielleicht sogar sparsamer als manche Neubauten.

News: Die Gesetze schreiben Bauherren genau vor, welche energetischen Mindeststandards ihr Neubau erfüllen und wie hoch der Anteil regenerativer Energien sein muss. Der Bauherr kann wählen zwischen verschiedenen Effizienzhäusern und Heizsystemen.

Die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) vergibt Förderkredite für energiesparendes Bauen. Zwei Standardvorgaben für energiesparende Lösungen sind das KfW-Energiesparhaus-40 und -60.

Die Kosten für Strom und Heizung sind in den letzten Jahren stark angestiegen. Wer ein Nullenergie- oder Plusenergiehaus besitzt, muss sich um die Preise für Öl, Gas und Strom keine Gedanken mehr machen - im Gegenteil: Hauseigentümer, die mit ihrer eigenen Solaranlage selbst Strom produzieren, bekommen von den Energieversorgungsunternehmen Geld dafür.

Eine Variante des Energiesparhauses ist das sogenannte Passivhaus. Es wird fast komplett durch eigene Energiequellen beheizt. Der Eigentümer spart mit dem Passivhaus nicht nur Energie, sondern langfristig gesehen auch Kosten. Zudem winkt ihm staatliche Förderung für sein Haus.

News: Vom 29. bis 31. Januar 2009 findet in Stuttgart zum zweiten Mal die Messe CEP - CLEAN ENERGY POWER statt. Sie bietet Informationen rund um die Energieversorgung der Zukunft.

Energiesparhäuser sind nicht gleich Energiesparhäuser. Im Zuge eines immer stärker in den Vordergrund rückenden Umweltbewusstseins werden Bauherrn vor die teilweise schwierige Frage gestellt, für welches der unterschiedlichen energiesparenden Hauskonzepte sie sich entscheiden.

News: Die Energiepreise steigen, Vorräte werden knapper, die Umwelt muss entlastet werden. Energiesparhäuser sind daher eine Investition in die Zukunft. Sie halten nicht nur die Heizkosten bei steigenden Energiepreisen im bezahlbaren Rahmen, sondern schonen auch die Ressourcen.