Dachgeschoss/Ausbau

Ein Mieter störte sich an seinen neuen Obermietern, die nach einem Dachgeschossumbau über ihm eingezogen waren. Laufgeräusche, das Schließen von Türen, Fernseh- und Radiogeräusche, das abendliche Herumlaufen mit Straßenschuhen, Gästebesuche, Geschirrgeklapper - all das störte den Mieter.
Der Mieter durfte dennoch nicht die Miete mindern. Das hatte 2 Gründe:
1. Darauf, dass der Vermieter ein Dachgeschoss nicht ausbaut und ihm deswegen Lärm von oben erspart bleibt, hat der Mieter keinen Anspruch (BGH, Urteil v. 6.10.2004 - VIII ZR 355/03, GE 2004, S. 1567).
2. Der Vermieter muss nur die Bauvorschriften zur Zeit der Erbauung des Gebäudes einhalten. Da das Gebäude schon über 30 Jahre alt ist, kann der Mieter nicht einen Trittschallschutz entsprechend den heutigen Vorschriften fordern (AG München, Urteil v. 29.1.2004 - 453 C 24 551/03, NZM 2004, S. 499).

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