Montag, 10.10.2011 | Autor: Werbung, Foto: dena

Wenn der Mieter-Schlüssel weg ist

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Mitten in der Nacht schellt das Telefon: Der Mieter hat wieder einmal seinen Schlüssel verlegt oder verloren. Und der Vermieter beißt in den sauren Apfel - und bringt den Ersatzschlüssel vorbei. Denn das ist allemal besser, als etwa der Ärger rund um die neue Haustüre. Aber es gibt Alternativen.

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Vergessen, verloren oder verlegt: Der Schlüssel zur eigenen Wohnung kann schnell abhanden kommen und dann steht der Mieter da: vor geschlossenen Türen und vom Ersatzschlüssel keine Spur. Lässt sich die Türe trotz all Versuche etwa mit der Kreditkarte immer noch nicht öffnen, steht wohl der Anruf beim Schlüsseldienst an. Dieser öffnet die Tür unbeschädigt und der Mieter kann wieder in seine Wohnung hinein. Doch die Hilfe des Schlüsseldienstes ist teuer - vor allem an Wochenenden und außerhalb der Geschäftszeiten. Und deshalb erinnern sich dann natürlich viele Mieter daran, dass der Vermieter ja vielleicht einen Ersatzschlüssel behalten hat.

Viele Vermieter bieten dies von sich aus an. Denn es ist mit Ärger verbunden, wenn ein Mieter etwa unsachgemäß ein Fenster oder eine Tür öffnet. Der Schlüssel ist dann sicher deponiert und in einem versiegelten Umschlag eingeklebt, der nur in Anwesenheit des Mieters geöffnet wird. Befindet sich gar ein Säugling in der Wohnung oder brät das Fleisch auf dem Gasherd und es droht ein Brand, dann ist Gefahr im Verzug - in solchen Fällen dürften Vermieter ohnehin in eine Wohnung eindringen. Dann könnten Vermieter - oder eben die Mieter - aber auch direkt die Feuerwehr oder Polizei rufen, die dann die Türe aufbrechen.

Alternativ: Hinterlegung eines Schlüssels

Alle Varianten bleiben allerdings im besten Fall lästig, im ungünstigsten Fall sorgen sie für Beschädigungen und sind ziemlich teuer. Eine relativ günstige Variante dazu ist die Hinterlegung des Schlüssels bei einem speziellen Dienstleister. So bietet das Unternehmen Pinkey für 29,88 Euro im Jahr deutschlandweit die Möglichkeit, Ersatzschlüssel zu hinterlegen. Geht ein Schlüssel verloren, dann reicht ein Anruf bei Pinkey und der Ersatzschlüssel wird nach Abgleich der Kundendaten und korrekter Angabe des Passwortes nach Hause geliefert. Das geschieht etwa in 40 Minuten. Diese Auslieferung kostet 15 Euro - ein Schlüsseldienst kann inklusive der Kosten für Ersatzmaterial schnell mehrere Hundert Euro verlangen.

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 meineimmobilie-Tipp


Als Vermieter sollten Sie generell penibel darauf achten, was in Bezug auf die Schlüssel Ihre Rechte sind. So haben Sie prinzipiell kein Recht, einfach einen Ersatzschlüssel der Wohnungstüre zu behalten. Außerdem ist es Hausfriedensbruch, wenn Sie mit diesem Schlüssel auch noch ohne Ankündung und Erlaubnis des Mieters die Wohnung betreten. Ein guter Service für den Mieter ist es sicherlich, Schlüssel speziell gesichert etwa über Pinkey einlagern zu lassen. Als Vermieter könnten Sie auch generell die Einbehaltung eines Ersatzschlüssels - und die damit verbundenen nächtlichen Anrufe - ablehnen und stattdessen direkt auf solche Services verweisen.

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