Donnerstag, 09.07.2009 | Autor: mb

Kein Immobilienkauf ohne Wertgutachten

News: Laut DEKRA zahlen viele Käufer zu viel für ihre Immobilie. Um den wahren Wert einer Immobilie besser einschätzen zu können, sollten Kaufinteressenten vor Vertragsabschluss ein Wertgutachten in Auftrag geben.

Eine Immobilie als Geldanlage lohnt sich nur dann, wenn das Verhältnis zwischen Kaufpreis und Wert stimmt. "Vor allem Privatleute bezahlen häufig zu viel für eine Immobilie, weil sie den Preis nicht realistisch einschätzen", sagt Ulrich Volk von der DEKRA Real Estate Expertise in einer Pressemitteilung. "Oft verlieben sie sich in das Objekt und legen mehr als den tatsächlichen Marktwert auf den Tisch. Da heißt es Nerven bewahren." Kaufinteressenten sollten vor Vertragsabschluss die unabhängige Meinung eines Branchenkenners einholen und ein sogenanntes Wertgutachten in Auftrag geben, rät die DEKRA.

Interessenten unterschätzen Kosten für Mängelbeseitigung

Zu den zu hoch angesetzten Kaufpreisen komme, dass viele Interessenten die Kosten für die Behebung von Mängeln und Renovierungsarbeiten unterschätzen. In der ersten Begeisterung übersehen Käufer leicht auch kritische Punkte in der Umgebung oder ungünstige Grundstücksgrundrisse, die den Wert der Immobilie mindern und einen Verkauf zum Einkaufspreis erschweren. So lassen sich lange schmale Grundstücke oft nur schwer anderweitig nutzen. Doch damit sinkt der Nutzwert und der Bodenpreis für die gesamte Fläche.

Wertgutachten lohnt sich

Wer aus Kostengründen auf einen Gutachter verzichtet, spart laut DEKRA am falschen Ende. "Wichtig ist ein unabhängiger Experte, der den Preis realistisch ermittelt und mit dem nötigen Sachverstand die Immobilie in Bezug auf Mängel und anstehende Renovierungsarbeiten einschätzt", meint Ulrich Volk. "Schließlich handelt es sich für viele um die größte Investition ihres Lebens."

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