Immobilienkauf: Preis plus Nebenkosten

Vor der Suche nach einem geeigneten Objekt sollte sich der Hauseigentümer in spe über die Nebenkosten eines Immobilienkaufs im Klaren sein. Sonst läuft er Gefahr, sich finanziell zu übernehmen. Darauf weist der Immobiliendienstleister PlanetHome AG in einer Pressemitteilung hin.
Nach realistischen Immobilien-Angeboten suchen
Einen entscheidenden Fehler begehen Kaufwillige oft bereits im Vorfeld. "Viele Interessenten geben bei der Suche einen zu hohen Kaufpreis an", sagt Robert Anzenberger von PlanetHome. "Sie wissen ungefähr, was sie ausgeben können - und suchen zu diesem Betrag eine Immobilie." Doch wer so verfahre, gehe ein hohes finanzielles Risiko ein, warnt der Experte. Denn zum Kaufpreis der Immobilie summieren sich Nebenkosten, die allzu oft vergessen werden.
Allein die Notarkosten belaufen sich auf ein bis zwei Prozent des Kaufpreises. Das klingt wenig, ergibt aber bei einem Kaufpreis von 450.000,- Euro immerhin 4.500,- bis 9.000,- Euro, rechnet PlanetHome vor. Hinzu kommt noch die Grunderwerbsteuer als großer Kostenfaktor. Sie beträgt je nach Bundesland zwischen 3,5 und fünf Prozent des Kaufpreises. Im oben genannten Fall betragen die Zusatzkosten also zwischen 15.750,- und 22.500,- Euro. Berücksichtigen muss man auch die anfallenden Vermittlergebühren. Sie liegen je nach Region zwischen drei und sechs Prozent netto.
Vor dem Immobilienkauf Kostentabelle erstellen
Bevor man sich zum Kauf einer Immobilie entschließt, sollte man sich so ausführlich wie möglich über die zu erwartenden Ausgabenpunkte informieren und die Ergebnisse in einer Kostentabelle festhalten. Und wer mit der Immobiliensuche beginnt, sollte beim Kaufpreis immer einige Zehntausend Euro unter seinem Limit bleiben, um nicht in finanzielle Schwierigkeiten zu gelangen. "Denn einrichten will man sich ja eventuell auch noch", gibt Anzenberger zu bedenken.
meineimmobilie-Tipp
Den Vertrag zum Immobilienkauf sollten Sie grundsätzlich von einem Fachanwalt prüfen lassen, bevor Sie ihn unterschreiben. Auch Bauherren- und Eigentümerverbände können hier weiterhelfen.
