Heizkostenspiegel

Mit dem Heizkostenspiegel ermittelt zum Beispiel der Deutsche Mieterbund, wie hoch die Kosten für das Heizen sind. Da diese im Trend immer höher werden, wird dadurch auch die Warmmiete immer höher – was bei der Betriebskostenabrechnung später zu hohen Nachzahlungen führen kann.
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Schätzungsweise 6,3 Millionen Ölheizungen gibt es noch in Deutschland und mindestens genau so viele Öltanks. Die müssen – je nach Größe und Standort – regelmäßig überprüft werden. Der Gesetzgeber plant, ab 2013 die Prüfpflichten zu verschärfen.

Sie sind Hausmeister und Gärtner – jedenfalls zeitweise und das auch nur in Ihrem eigenen Mietshaus. Im "richtigen Leben" haben Sie jedoch einen ganz anderen Job. Hecken schneiden oder den Hof fegen: Wer das als Vermieter bisher quasi „kostenlos“ getan hat, wird sich über dieses neue BGH-Urteil freuen.

Recht und Gerechtigkeit gehen bekanntermaßen nicht immer Hand in Hand. Das gilt auch bei den Betriebskosten.  Das musste ich neulich einer Vermieterin erklären, die die Kosten für die Treppenhausreinigung gerecht auf ihre Mieter verteilen wollte. Das ist zwar ein ehrenwertes Bestreben, aber das können Sie gar nicht hinbekommen. Ich verrate Ihnen auch warum.

Wer seine Miete nicht pünktlich oder vollständig zahlt, dem können Sie kündigen. Ab einem bestimmten Mietrückstand sogar fristlos. Allerdings können „reumütige“ Wohnungsmieter eine fristlose Kündigung einmalig innerhalb von 2 Jahren abwenden: Indem sie ihre Mietrückstände vollständig zahlen. Wie lange sich Mietschuldner dafür Zeit lassen können und wie tief sie dafür in die Tasche greifen müssen, zeigt ein aktuelles BGH-Urteil.   

Wer eine Eigentumswohnung in einem Mehrfamilienhaus oder einer Wohnanlage besitzt, hat meistens einen Verwalter, der sich um die finanziellen Dinge kümmert - wie zum Beispiel die Jahresabrechnung.

Ihr Mieter ärgert sich über seine Wasserkosten. Weil Sie keine Wasserzähler im Haus haben, legen Sie diese nach der Wohnfläche auf die Mieter um. Damit muss Ihr Single-Mieter genauso viel Wasserkosten zahlen wie die 4-köpfige Familie, die in der gleichen Wohnung einen Stock unter ihm wohnt.   Jetzt pocht der Mieter auf einen eigenen Zähler und eine verbrauchsabhängige Abrechnung – zu Recht? 

„Gezahlt heißt anerkannt!“, so war es jedenfalls früher. Der BGH sieht es mittlerweile anders: Entdecken Sie einen Fehler in Ihrer Abrechnung und hat Ihr Wohnungsmieter mittlerweile bereits bezahlt, dürfen Sie dennoch nachträglich die Abrechnung zu Ihren Gunsten korrigieren. Jedenfalls, so lange die Abrechnungsfrist noch läuft. Gewerberaumvermieter haben es da wesentlich besser: Die können ihren Fehler selbst nach Ablauf der Abrechnungsfrist noch zu ihren Gunsten ändern.  

Irren ist bekanntlich menschlich. Die Frage ist nur, wer den Irrtum ausbaden muss. Das ist nicht immer der, der den Fehler begangen hat – und das kann gut für Sie sein. Beispielsweise wenn es um die Betriebskostenabrechnung geht.  Dazu hat gerade der BGH ein bahnbrechendes Urteil gesprochen und einem Vermieter aus Ratingen zwei richtig dicke Abrechnungsfehler durchgehen lassen. Und nur, weil der Mieter die Meckerfrist von 1 Jahr nach Zugang der Abrechnung verpasst hatte.

Belege kopieren und dem Mieter zuschicken war gestern. Heute ist es zwar so, dass Ihr Mieter "nur" ein Einsichtsrecht in die Betriebskostenbelege hat. Allerdings müssen Sie ihm Originalbelege vorlegen und das auch noch am Ort des Mietobjekts.   Umständlich, wenn zwischen Ihrem Mietobjekt und Ihrem Wohnort einige Kilometer liegen – und das alles nur wegen der Betriebskostenabrechnung. Was gilt, wenn Sie die Originalbelege nicht vor Ort präsentieren, hat gerade ein Gericht entschieden. 

Ja, Betriebskosten abrechnen macht in seltensten Fällen Spaß! Deswegen kommen viele Vermieter auf die Idee, erst gar nicht über die Betriebskosten abzurechnen und stattdessen lieber auf die Nachzahlung zu verzichten.  Keine gute Idee, denn abrechnen müssen Sie schlimmstenfalls dennoch. Nur Ihre Nachzahlung - die ist tatsächlich futsch.