Donnerstag, 08.12.2011

Georg Hopfensperger

Georg Hopfensperger ist Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht in München, berät als freier Mitarbeiter des Haus- und Grundbesitzervereins München in Mietrechtsfragen und ist Autor zahlreicher Fachbücher.
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Alle Eigentümer, die ihr Haus oder ihre Wohnung vermieten, sind verpflichtet, sich für Ihre Objekte Energieausweise ausstellen zu lassen. Wer dieser Pflicht nicht nachkommt, muss mit Bußgeldern vom Staat rechnen.

Der Vermieter ist verpflichtet, den Energieausweis zugänglich zu machen und auf Verlangen des Mieters hin Einsichtnahme zu gewähren. Das bedeutet allerdings nicht, dass er den Energieausweis kopieren und an alle Mieter schicken muss.

Hausbesitzer, die ihre Immobilie neu vermieten oder verkaufen wollen, müssen je nach Baujahr des Hauses bereits jetzt oder ab 2009 einen Energieausweis vorlegen. Doch Vermieter und Verkäufer müssen längst nicht jedem Interessenten Einsicht in den Energieausweis gewähren.

Die Energieeinsparverordnung verpflichtet Vermieter von Wohn- und Gewerbegebäuden, einen Energieausweis erstellen zu lassen. Dieser Ausweis muss einem potenziellen neuen Mieter auf Nachfrage vorgelegt werden. In einigen Fällen sind Vermieter allerdings von dieser Vorlagepflicht befreit.

Die Energieeinsparverordnung verpflichtet Eigentümer vermieteter Wohnungen, ihr Objekt energetisch zu modernisieren.

Die EnEV regelt die Handhabung des Energieausweises, der in Zukunft für alle vermieteten Objekte Pflicht sein wird. Für den Vermieter ist es wichtig zu wissen, welche Rechte und Pflichten er in Sachen Energieausweis gegenüber dem Mieter hat.