Samstag, 14.06.2014 | Autor: Judith Engst, Foto: Project Photos GmbH & Co. KG

Rasenmäher absetzen: Das müssen Sie beachten

Foto: Project Photos GmbH & Co. KG
Worum geht´s

• Rasenmäher absetzen
• geringwertiges Wirtschaftsgut
• Abschreibung
• gewöhnliche Nutzungsdauer laut AfA
• Vermietung und Verpachtung

„Stolze 1.000 € hat der Rasenmäher gekostet, den ich für mein Mietshaus gekauft habe. Kann ich diese Ausgabe als Werbungskosten geltend machen?“ Diese Leserfrage interessiert sicher viele Vermieter. Lesen Sie hier die Antwort.

Zunächst gilt: Alles, was Sie brauchen, um Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung zu erzielen, ist tatsächlich absetzbar, so auch ein Rasenmäher. Sie machen die Kosten in der Anlage V Ihrer Steuererklärung geltend.

Absetzen oder abschreiben? - Das ist die Frage
Allerdings können Sie nicht immer die vollen Kosten gleich in dem Jahr steuerlich geltend machen, in dem sie entstanden sind. Möglich ist das nur bei Rasenmähern und Gartenpflegegeräten, die maximal 410 Euro (Nettopreis) kosten. Mit Mehrwertsteuer dürfen es also maximal 487,90 Euro sein. Diese sogenannten geringwertigen Wirtschaftsgüter (GWG) setzen Sie gleich im Anschaffungsjahr als Werbungskosten von der Steuer ab.

Gerät teurer als 410 Euro? Dann müssen Sie es abschreiben
Anders sieht es aus, wenn der Rasenmäher teurer war als besagte 410-Euro-Grenze. Dann müssen Sie ihn über die gesamte Nutzungsdauer hinweg abschreiben. Die Nutzungsdauer können Sie nicht selbst festlegen, sondern die Finanzverwaltung gibt sie vor. Laut amtlicher AfA-Tabelle (die Abkürzung steht für den Begriff „Abschreibung für Abnutzung“) sind das bei Rasenmähern 9 Jahre.

 

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Vermieten Sie eine möblierte oder teilmöblierte Wohnung, müssen Sie dafür von Zeit zu Zeit Mobiliar oder Elektrogeräte kaufen. ...

 meineimmobilie.de-Tipp

Steuern sparen mit GWG

Wenn möglich, versuchen Sie unter die Anschaffungskosten von 410 Euro (netto) zu kommen. Das sichert Ihnen im Anschaffungsjahr die maximale Steuerersparnis und lohnt sich immer dann, wenn Sie als Vermieter auch Mieteinkünfte haben, die dadurch gemindert werden.

 

 

Steuern sparen mit gebrauchten Geräten

Sie haben aber auch noch eine andere Möglichkeit: Kaufen Sie ein gebrauchtes Gerät, dann können Sie die Abschreibungsfrist verkürzen. Dann können Sie - je nach Zustand des Rasenmähers - beispielsweise nur 6 oder 7 Jahre als AfA-Nutzungsdauer ansetzen. Sie sollten dann aber deutlich machen, dass Sie das Gerät gebraucht gekauft haben. Zudem sollte plausibel sein, warum Sie die Nutzungsdauer entsprechend nach unten angepasst haben.