Freitag, 19.12.2008 | Autor: Jörg Stroisch

Abgeltungssteuer und ihre Wirkung auf Immobilienbesitz

Worum geht´s

Die Abgeltungssteuer versteuert den Gewinn aus Kapitalanlagen. Auch Immobiliengewinne zählen dazu - unter festgelegten Rahmenbedingungen.

Topstory: 2009 kommt die Abgeltungssteuer. Und mit ihrer Einführung machen landauf, landab Versicherungsvertreter und Bankberater Panik zu deren Auswirkungen für Geldanleger. Doch: Für Immobilienbesitz ändert sich so gut wie nichts.

Vermietete Immobilien stellen sich nach der Abgeltungssteuer genauso wie vorher. Das Immobilien,%20vermietete" target="_blank">Bundesfinanzministerium schreibt dazu, dass nach altem und neuem Recht "eine Besteuerung des Gewinns aus der Veräußerung vermieteter Immobilien nur bei einer Haltedauer unter 10 Jahren" erfolgt.

"Realisierte Gewinne aus der Veräußerung von deutschen Immobilien können, sofern die jeweilige Immobilie länger als zehn Jahre im Fonds gehalten wurde, zudem steuerfrei an den Anleger ausgeschüttet werden", ergänzt der Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) in seinen ausführlichen FAQ's.

Selbst genutzte Immobilien bleiben abgeltungssteuerfrei. "Auch bei durchgängiger Eigennutzung oder Eigennutzung im Veräußerungsjahr und den beiden vorangegangenen Jahren unterliegt ein Gewinn aus der Veräußerung des Grundstücks nicht der Besteuerung", präzisiert hier das Bundesfinanzministerium.

Prinzip der Abgeltungssteuer

"Mit dem Steuerabzug ist die Einkommensteuer des Anlegers künftig grundsätzlich abgegolten, d. h. der Anleger muss die Kapitaleinkünfte dann nicht mehr in seiner Einkommensteuererklärung angeben", schreibt der BVI. Die Details der Abgeltungssteuer im Kurzüberblick:

  • Erhebung direkt durch die Banken,
  • Höhe: 25 Prozent auf Veräußerungsgewinne zuzüglich Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag,
  • Bei einem individuellen Steuersatz über 25 Prozent,
  • Freibetrag: Sparer-Pauschbetrag von 801 Euro pro Jahr (Ehepaare 1.602 Euro pro Jahr),
  • Verrechnung von Verlusten und Gewinnen ist nur noch unter einer Einkommensart möglich.

Kommentare (0)

Kommentieren, ergänzen Sie jetzt den Artikel oder geben Sie dem Autor Feedback. Einfach anmelden und losschreiben.
Foto: Sebastian Fery / Haufe
Foto: Sebastian Fery / Haufe

Es schreibt für Sie

Jörg Stroisch arbeitet als selbstständiger und freier Journalist. Seine Themenschwerpunkte sind informative Ratgeberartikel rund um die privaten Finanzen, insbesondere über die Themengebiete Immobilien, Vorsorge ...
Jörg Stroisch

 meineimmobilie.de-Tipp


Als Anleger sollten Sie immer den Fokus auf die Rendite einer Kapitalanlage legen: Das gilt für die Anlage in Fonds in gleicher Weise wie für das Investment in eine Immobilie. Lassen Sie sich deshalb auch besser nicht mit dem "Steuerspar"-Argument locken: Ihre vermietete Immobilie muss rentierlich sein, Steuern hin oder her.