Freitag, 16.12.2011 | Autor: mb, Foto: © trofotodesign - Fotolia.com

Richtig heizen und lüften: Wie oft, wie lange und wieviel Grad es sein müssen

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Worum geht´s
  • Richtig heizen
  • Richtig lüften
  • Energieeffizienz
  • Schimmelbildung vermeiden

Eine positive Energieeffizienz bei Gebäuden hat auch viel mit richtigem Heizen zu tun. Wird die Luft in den Räumen nicht regelmäßig durch Lüften ausgetauscht, kann es zu Schimmel kommen. Wer dagegen zu lange lüftet oder zu viel heizt, verbraucht unnötig viel Energie.

Die Preise für Heizenergie steigen seit Jahren. Damit die Nebenkostenabrechnung trotzdem im Rahmen bleibt, sollten Hauseigentümer und Vermieter auf richtiges Heizen und Lüften achten.

Darauf weist der TÜV Rheinland in einer Pressemitteilung hin. Besonders beim Lüften werden nach der Erfahrung von Kai Zitzmann oft Fehler gemacht. "Je luftdichter ein Gebäude, desto wichtiger der regelmäßige Luftaustausch", sagt der Fachreferent für Energieeffizienz.

Ansonsten kann Feuchtigkeit nicht entweichen, es kommt zur Kondensation an Wänden oder Wärmebrücken und schließlich bildet sich Schimmel. "Die kalte, trockene Frischluft, die beim Lüften in die Wohnung strömt, lässt sich schneller wieder erwärmen und nimmt dann viel mehr Feuchtigkeit auf als die verbrauchte Innenraumluft", sagt Kai Zitzmann.

Lüften Sie zweimal täglich mindestens 5 Minuten lang

Seine Empfehlung für den Winter: regelmäßig, je nach Nutzung mindestens zwei Mal täglich etwa 5 Minuten lang stoßlüften, Fenster ganz öffnen und die Heizkörper solange herunterdrehen.

Der Durchzug sorgt für einen kompletten Luftwechsel, verbessert das Raumklima und stoppt den Schimmel. Zusätzliches Lüften empfiehlt sich morgens im Schlafzimmer, nach dem Duschen im Bad oder beim Kochen in der Küche.

Im Winter besser weniger als gar nicht heizen

Absolut kontraproduktiv für den Luftaustausch sind gekippte Fenster. "Die Luft kann nicht zirkulieren und man heizt buchstäblich zum Fenster raus", sagt der Experte von TÜV Rheinland. Außerdem kühlen die Wände zu stark aus, was wiederum zu Schimmelbildung führen kann.

"Ein Auskühlen der Wände sollte man im Winter generell vermeiden“, so Kai Zitzmann. "Wer in Räumen wie Bad und Schlafzimmer die Heizung ganztägig ein bisschen laufen lässt, verbraucht unterm Strich deutlich weniger Energie als jemand, der Räume ständig auskühlen lässt und anschließend wieder aufheizt."

Die ideale Wohnraumtemperatur liegt bei 20 Grad

Die ideale Wohnraumtemperatur liegt laut TÜV bei etwa 20 Grad. Die Heizung sollte allerdings herunterreguliert werden, wenn sich tagsüber niemand in der Wohnung befindet.

Auch nachts sei es ratsam, die Temperatur in der gesamten Wohnung zu reduzieren. Moderne Heizungsanlagen können so eingestellt werden, dass sie die Temperatur für bestimmte Tageszeiten automatisch regulieren. Auch dadurch lässt sich Energie sparen.

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Im Winter nur bei gekippten Fenstern lüften, beim Verlassen des Hauses alle Heizkörper abdrehen und die Heizung nur austauschen, wenn die alte den Geist aufgibt: Beim Thema Heizen und Lüften wird viel falsch gemacht und das Geld unnötig zum Fenster rausgeworfen. Dabei genügt schon die Befolgung weniger Tipps, um den Energieverbrauch zu senken und ein gesundes Raumklima zu erhalten.
News: Es sind nur ein paar Dinge, die Eigenheimbesitzer und Mieter beim Heizen beachten sollten, wenn sie die Umwelt und den eigenen Geldbeutel schonen wollen. Mehr als 15 Prozent Energie lassen sich bei richtigem Heizen und Lüften einsparen.
Die Energiepreise steigen und steigen. Deswegen wollen gerade hier immer mehr Immobilienbesitzer sparen. Doch wie bekommen sie das hin: Bringt es was, nachts einfach die Heizung runterzudrehen? Wie oft und wie lange muss täglich gelüftet werden und was ist eigentlich die ideale Raumtemperatur?   Diese leicht nachvollziehbaren Praxis-Tipps helfen, richtig zu heizen und zu lüften, um damit am Ende Geld zu sparen.  

 meineimmobilie.de-Tipp

Zu viel Heizungswärme kostet Energie, zu wenig lässt die Wände auskühlen. Prüfen Sie über ein Thermometer die Temperatur in Ihren Räumen.