Montag, 13.04.2015 | Autor: Jörg Stroisch, Foto: © luni Sokolov - Fotolia.com

So bewertet die Bank Ihre Kreditwürdigkeit

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Worum geht´s
  • Wie die Bank Ihre Kreditfähigkeit prüft. 
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Wer verschenkt schon gern Geld? Niemand - und erst recht nicht die Banken. Deswegen pochen die Banken auf Sicherheiten. Sofern Sie also Ihre Immobilie finanzieren möchten, müssen Sie dafür auch noch die nötige Bonität nachweisen - und die hängt auch von der Immobilie ab, die Sie erwerben wollen.

Banken müssen auch nachweisen, was sie mit ihrem Geld machen. Die Aktionäre kontrollieren es, aber auch die Bankaufsicht legt Wert darauf, dass eine Finanzierung seriös und sicher gestaltet wird.

Damit die Bank nicht hinterher auf ihren Schulden sitzen bleibt, haben die Banken verschiedene Methoden, um die Kreditwürdigkeit ihrer Kunden auf Herz und Nieren zu prüfen. 

Solvent oder nicht? So prüft die Bank Ihre Kreditwürdigkeit

Sie wollen Geld für den Hauskauf, die Bank ist zwar bereit, es Ihnen zu geben, aber sie besteht auf Sicherheiten. Wie die Banken Ihnen auf den Zahn fühlen und welche Faktoren für die Kreditvergabe und die Kredithöhe wirklich eine Rolle spielen: 

  • Wie wollen Sie die Immobilie nutzen? Schon in der Immobilienbewertung macht es einen Unterschied, ob Sie die Immobilie selbst nutzen oder ob sie als Kapitalanlage dient.
  • Wie hoch ist der Beleihungswert? Vom ermittelten Verkehrswert zieht Ihre Bank noch eine Sicherheitspauschale ab. Heraus kommt dann der Beleihungswert.
  • Wie hoch ist Ihre Beleihungsgrenze? 60 Prozent des Beleihungswertes gelten als sehr sichere Finanzierung. Die Bank bietet Ihnen bis zu dieser Grenze deshalb einen sehr günstigen Zinssatz. Darüber hinaus wird es teurer.
  • Was, wenn Sie eine höhere Beleihung wollen? Wenn Sie über 80 Prozent der Beleihungsgrenze hinaus finanzieren möchten – theoretisch ist ja auch eine 110-Prozent-Finanzierung möglich, die dann auch die Baunebenkosten mitfinanziert -, dann spielen immer stärker persönliche Bonitätsfaktoren eine Rolle.

Am besten, Sie bringen möglichst viel Eigenkapital in eine Finanzierung ein. Denn je höher der Eigenanteil ist, desto günstiger sind die Finanzierungskosten.

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Foto: Sebastian Fery / Haufe
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Jörg Stroisch arbeitet als selbstständiger und freier Journalist. Seine Themenschwerpunkte sind informative Ratgeberartikel rund um die privaten Finanzen, insbesondere über die Themengebiete Immobilien, Vorsorge ...
Jörg Stroisch
Als Vermieter können Sie Ihre Finanzierungszinsen von der Steuer absetzen. Damit haben Sie es besser als ein Eigennutzer. Ist in Ihrem Kreditvertrag zur Finanzierung ihrer Immobilie auch ein Disagio vereinbart, können Sie das als Vermieter ebenfalls steuerlich absetzen. Neu ist, dass das nicht in unbegrenzter Höhe gehen soll, wie das Finanzgericht Rheinland-Pfalz jetzt klargestellt hat.

 meineimmobilie.de-Tipp

Ein fataler Fehler ist es, wenn Sie sich eine Immobilie kaufen, die über Ihren persönlichen Verhältnissen liegt. Analysieren Sie deshalb auch vor einer Finanzierung Ihre Einnahmen- und Ausgabensituation.