Dienstag, 01.01.2008 | Autor: mb

Zu Hause ein Arbeitszimmer nutzen

Wer für seinen Beruf viel zu Hause arbeitet, kann sich ein Arbeitszimmer in den eigenen Wänden einrichten und dafür Steuern sparen. Auch Renovierungskosten für das Arbeitszimmer sind absetzbar.

Seit dem 01.01.2007 darf ein häusliches Arbeitszimmer nur noch dann steuerlich geltend gemacht werden, wenn es den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Betätigung darstellt. Ist dies der Fall, sind die Arbeitszimmerkosten in unbegrenzter Höhe als Werbungskosten oder Betriebsausgaben absetzbar.

Mittelpunkt der beruflichen Betätigung

Das Arbeitszimmer ist dann als Mittelpunkt einzustufen, wenn dort die für den Beruf wesentlichen und prägenden Tätigkeiten verrichtet werden. Ausschlaggebend ist somit der inhaltliche Schwerpunkt der beruflichen Tätigkeit, während die umfangreiche zeitliche Nutzung nur ein Indiz für den Mittelpunkt ist.

So hat der Bundesfinanzhof in einem Urteil bestätigt, dass das Arbeitszimmer auch dann Mittelpunkt sein kann, wenn die zeitliche Nutzung weniger als 50 Prozent der gesamten beruflichen und betrieblichen Tätigkeit ausmacht (BFH-Urteil v. 15.3.2007, VI R 65/05).

Als Werbungskosten absetzbar

Sind diese Voraussetzungen gegeben, können die Kosten für das Arbeitszimmer in unbegrenzter Höhe als Werbungskosten oder Betriebsausgaben abgesetzt werden. Anerkannt werden direkte und anteilige Kosten.

Zu den direkten Kosten gehören beispielsweise die Ausgaben für Schreibtisch, Lampen, Teppichboden oder auch Renovierungs- oder Reinigungskosten.

Die anteiligen Kosten sind die anteilig anfallenden Nebenkosten des Arbeitszimmers, etwa für Heizung, Strom, Wasser, Schuldzinsen, Instandsetzungskosten und Versicherungsbeiträge für Gebäude und Hausrat.

Was ändert sich steuerlich?

Wer ein selbst genutztes Eigenheim mit Arbeitszimmer baut oder erwirbt, für den ergeben sich einige Änderungen in der steuerlichen Förderung. Die Kosten dafür werden daher als Werbungskosten anerkannt und die Herstellungs- bzw. Anschaffungskosten können abgeschrieben werden.

Von den Gesamtkosten (Bemessungsgrenze) des Gebäudes werden die anteiligen Herstellungs- oder Anschaffungskosten für das Arbeitszimmer ermittelt und können dann, je nachdem ob es sich um einen Neu- oder Altbau handelt, linear oder degressiv abgeschrieben werden. Bei einer degressiven Abschreibung lassen sich so schon in den ersten acht Jahren 40 Prozent der anteiligen Herstellungs- oder Anschaffungskosten für das Arbeitszimmer absetzen.


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