Montag, 09.01.2017 | Autor: Jörg Stroisch, Foto: Judith Engst / meineimmobilie.de / Judith Engst /meineimmobilie.de

Photovoltaikanlage: Wie Sie Ihre Stromkosten halbieren

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Worum geht´s
  • Solarstrom
  • Förderung
  • Einspeisevergütung
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Es ist mitten im Winter und die Dächer liegen voll Schnee, so dass man sie kaum sieht: Die Photovoltaikanlagen auf den Dächern. Und trotzdem lohnt es sich für Sie, gerade jetzt ein Auge darauf zu werfen. Denn damit lässt sich der Strompreis oft halbieren. Außerdem können Sie auch von attraktiven Förderungen profitieren.

War die Investition in eine Photovoltaik-Anlage lange Zeit vor allem eine Kapital-Investition, so ist sie seit einiger Zeit tatsächlich auch als Stromproduzent fürs Eigenheim attraktiv.

Solarstrom vom Eigenheim- oder Gewerbedach ist oft nur noch halb so teuer wie vom Stromversorger“, erläutert Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) in einer Pressemitteilung.

Noch ein Vorteil: Sie bekommen Geld für die Einspeisung 

Und auch die sogenannte Einspeisung, also die Abgabe des Stroms an den örtlichen Energieversorger, bleibt weiterhin für Photovoltaik-Betreiber attraktiv: Mit Inkrafttreten des EEG 2017 zum Jahresbeginn wird zwar die Förderung großer Photovoltaikanlagen nur noch über Auktionen vergeben, so BSW-Solar.

Photovoltaik: Wie viel Geld Sie für die Einspeisung bekommen 

Der überwiegende Teil privater und gewerblicher Investoren sei davon jedoch nicht betroffen. Aktuell beträgt die Vergütung laut EEG 2017 etwa 12 Cent pro Kilowattstunde. Konkret teilt dies die Bundesnetzagentur mit:

  • bis 10 kWp: 12,30 Cent
  • bis 40 kWp: 11,96 Cent
  • bis 100 kWp: 10,69 Cent

Fördermittel: Warum Sie schnell sein müssen

Hauseigentümer, die sich für ein Solarbatteriesystem interessieren und eine Förderung der KfW erhalten möchten, sollten sich mit der Antragstellung beeilen, sagt Petra Hegen von Zukunft Altbau in einer Pressemitteilung.

Wie schon im letzten Jahr, wird es einen Run auf die attraktive Förderung geben.“ Der Fördertopf für 2017 könnte daher schon im Laufe des Jahres und nicht erst zum 31.12.2017 leer sein. Im letzten Jahr ist das recht früh passiert: Nach dem Start des Förderprogramms am 1.3.2016 waren die Fördermittel für 2016 bereits Anfang Oktober 2016 ausgeschöpft.

Für Ihr Förderdarlehen zahlen Sie nur 1 Prozent Effektivzins

Die KfW vergibt im Programm 275 zinsgünstige Kredite mit hohem Tilgungszuschuss für die Speichernachrüstung und mit dem Programm 270 auch zinsgünstige Darlehen für die generelle Errichtung einer Photovoltaikanlage.

Bei beiden Darlehen beträgt der effektive Jahreszins für das Darlehen derzeit ab 1,0 Prozent.

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Foto: Sebastian Fery / Haufe
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Jörg Stroisch arbeitet als selbstständiger und freier Journalist. Seine Themenschwerpunkte sind informative Ratgeberartikel rund um die privaten Finanzen, insbesondere über die Themengebiete Immobilien, Vorsorge ...
Jörg Stroisch
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 meineimmobilie.de-Tipp

Die Aktion Zukunft Altbau geht „bei gut geplanten Photovoltaikanlagen“ von möglichen Renditen zwischen fünf bis sechs Prozent im Jahr aus. Für Sie als Eigentümer ist es aber tendenziell attraktiver, den erzeugten Strom selbst zu verbrauchen, weil er günstiger ist als der vom örtlichen Stromanbieter.

 

Die Aktion Zukunft Altbau schätzt hier den Eigenverbrauchsanteil auf 30 Prozent. Dieser Eigenverbrauch lässt sich mit einem Speicher noch deutlich steigern. Allerdings: Es ist eben alles auch mit hohen Kosten verbunden. Deshalb sollten Sie hier gut kalkulieren – und sich von einem Experten beraten lassen.