Montag, 21.01.2013 | Autor: Heidi Hecht, Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2006

KfW-Förderung: Erhöhter Sanierungszuschuss ist besser als nichts

Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2006
Worum geht´s
  • Energetische Sanierung bleibt freiwillig
  • Zuschüsse für KfW-Förderung
  • Neues Programm für Sanierung von Heizungsanlagen
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Das Bundesbauministerium und die KfW Bankengruppe haben das Ende 2012 angekündigte Zuschussprogramm zur Förderung der energetischen Sanierung vorgestellt. Demnach bleibt die energetische Sanierung von Wohngebäuden weiterhin freiwillig und die KfW-Förderung verbessert sich durch Zuschüsse und das neue Programm für Heizungsanlagen.

Nachdem Ende 2012 die steuerliche Förderung für Sanierungsmaßnahmen scheiterte, stellte das Bundesbauministerium und die KfW Bankengruppe das Zuschussprogramm zur Förderung der energetischen Sanierung vor. Der Verband Wohneigentum begrüßt das Zuschussprogramm, das insbesondere die für Eigenheimbesitzer passende Förderung verbessert. Denn die energetische Sanierung bleibt freiwillig und so kann der Eigentümer weiterhin entsprechend seiner finanziellen Möglichkeiten und der Wirtschaftlichkeit Sanierungsmaßnahmen nach seinem Wunsch durchführen.

KfW-Förderung: Was wirklich neu ist

Neu ist das Programm nicht, vielmehr sollen die 2011 eingeführten Investitionszuschüsse durch höhere Fördersummen attraktiver werden. Bei durchschnittlichen Investitionen von meist 10.000 bis 25.000 Euro in Einzelmaßnahmen, wie Modernisierung der Heizungsanlage, Einbau neuer Fenster und Türen oder auch Dämmung von Außenwänden oder Dach, bietet jetzt ein zehnprozentiger Zuschuss bis maximal 5.000 Euro eine gewisse Unterstützung. Bisher förderte das Programm „Energieeffizient Sanieren“ solche Einzelmaßnahmen mit 7,5 Prozent und höchstens 3.750 Euro.

Die Förderung für umfassende Sanierungen wird künftig ebenfalls verbessert: eine Modernisierung zum Energieeffizienzhaus 55 mit einem Zuschuss von 25 Prozent, bis maximal 18.750 Euro, und zum Energieeffizienzhaus 70 mit einem Zuschuss von 20 Prozent, bis maximal 15.000 Euro. Auch in der Kreditförderung gibt es Verbesserungen bei den Tilgungszuschüssen: für das Energieeffizienzhaus 55 von 12,5 Prozent auf 17,5 Prozent des Zusagebetrages, maximal 13.125 Euro, für das Energieeffizienzhaus 70 von 10 Prozent auf 12,5 Prozent des Zusagebetrages, maximal 9.375 Euro.

KfW-Förderung für Heizungsanlagen

Wirklich neu ist ein KfW-Programm für Heizungsanlagen: ab 1. März 2013 wird die Umrüstung von Heizungen auf Basis erneuerbarer Energien mit zinsgünstigen Krediten von bis zu 50.000 Euro gefördert. Sie sollen mit Investitionszuschüssen aus dem Marktanreizprogramm des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) kombinierbar sein. Gefördert werden beispielsweise der Einbau von thermischen Solarkollektoren, Biomasseanlagen oder Wärmepumpen.

Wesentlich für den Erfolg der Programme ist neben der angehobenen Fördersumme aber eine einfache Antragstellung und reibungslose Abwicklung über die KfW. Die Vorschaltung eines unabhängigen Energieberaters, dessen Kosten ebenfalls bezuschusst werden, sollte das Verfahren für den Hauseigentümer insgesamt vereinfachen.

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Beschlossene Sache: Energetische Sanierungsmaßnahmen an Wohngebäuden werden nicht steuerlich gefördert. Stattdessen soll ein neues KfW-Programm Immobilienbesitzer bei der energetischen Sanierung entlasten.
News: Es gibt noch eine Chance für die steuerliche Förderung von energetischen Sanierungsmaßnahmen. Denn der Vermittlungsausschuss soll nun das Gesetz der steuerlichen Förderung energetischer Gebäudesanierung voranbringen.

 meineimmobilie.de-Tipp

Bauherren können für die Modernisierung eine Vielzahl an Förderungen nutzen. Es gibt Angebote von Energieversorgern, KfW-Darlehen und Zuschüsse sowie Programme, die über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle vergeben werden. Wichtig dabei: Erst Fördermittel beantragen, Bescheid abwarten und dann die Aufträge an die Handwerker erteilen.