Vorauszahlungen, zu geringe

Setzen Sie Ihre Vorauszahlungen bitte in angemessener Höhe an. Locken Sie Ihren Mietinteressenten mit zu geringen Betriebskosten-Vorauszahlungen zum Mietvertragsabschluss, kann der Schuss schnell nach hinten für Sie losgehen. Ihr Mieter muss Ihnen dann schlimmstenfalls gar keine Betriebskosten mehr zahlen.

So wie ein Berliner Mieter. Den lockte sein Vermieter mit einer Betriebskosten-Vorauszahlung von 4,68 EUR für eine 101 m² große Wohnung. Am Jahresende musste er Betriebskosten in Höhe von fast 2 500 EUR nachzahlen.

Die Gerichte werten dies als bewusste Täuschung des Mieters. Der Vermieter hätte wissen müssen, dass die durchschnittlichen Betriebskosten in Berlin viel höher lagen. Tatsächlich betrugen sie zu diesem Zeitpunkt zwischen 0,73 EUR und 1,37 EUR pro m². Zum Vergleich: Der getäuschte Mieter zahlte nur 0,05 EUR/m² (LG Berlin, Urteil v. 07.08.2001, 64 S 109/01, GE 2001, S. 1605)!

Stellt sich nach Ihrer ersten Abrechnung heraus, dass die Vorauszahlungen zu niedrig sind, können Sie diese erhöhen. Ein einziger Satz unter Ihrer Betriebskosten-Abrechnung genügt dafür schon!

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