Gebot der Wirtschaftlichkeit

Stichworte zu diesem Thema

Als Vermieter sind Sie laut Gesetz zur sparsamen Bewirtschaftung Ihrer Immobilie verpflichtet (§§ 556 Abs. 3, Satz 1; 560 Abs. 5 BGB).

Damit ist gemeint, dass Sie bei den anfallenden Betriebskosten ein vertretbares Kosten-Nutzen-Verhältnis im Auge behalten müssen. Sie müssen so handeln, wie es jeder vernünftige Wohnungsvermieter tun würde, wenn es beispielsweise darum geht, wie oft Sie das Treppenhaus reinigen lassen oder wie viel Sie einem Hausmeister bezahlen.

So urteilte das Amtsgericht Köln beispielsweise, dass ein Stundenlohn von 25 EUR für die Treppenhaus- und Hofreinigung für den Zeitraum 1997 bis 2000 ein Verstoß gegen das Gebot der Wirtschaftlichkeit sei (AG Köln, Urteil v. 23.05.2006, 210 C 43/06, WM 2006, S. 568).

Das bedeutet nicht, dass Sie sich beispielsweise beim Versicherungsvertragsabschluss immer für den billigsten Anbieter entscheiden müssen.

Verstoßen Sie gegen das Gebot der Wirtschaftlichkeit, dürfen Sie einzelne Kostenpositionen entweder gar nicht oder nur mit einem angemessenen Teil auf Ihre Abrechnung setzen.

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