Eichpflichten

Berufen Sie sich bei Ihrer Abrechnung auf Messgeräte, die einen Verbrauch erfassen, müssen diese geeicht sein.

Die Eichvorschriften gelten nach § 2 Abs. 1 und § 25 des Eichgesetzes für alle Zähler und Messgeräte, die einen Verbrauch messen und in einer physikalischen Einheit anzeigen. Darunter fallen also Verbrauchsanzeigen in Kubikmeter (m3) und Kilowattstunde (kWh).

Hier alle eichpflichtigen Zähler samt Eichfrist:

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Gaszähler: alle 8 Jahre

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Kaltwasserzähler: alle 6 Jahre

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Stromzähler: alle 16 Jahre

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Wärmezähler: alle 5 Jahre

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Warmwasserzähler: alle 5 Jahre

Heizkostenverteiler gelten dagegen nicht als Wärmezähler. Mit ihnen wird kein physikalischer Verbrauch gemessen, sondern nur der relative Anteil am Gesamtverbrauch nach Stricheinheiten oder Zahlenreihen.

Wichtig: Verwenden Sie nicht oder nicht mehr geeichte Messgeräte, machen Sie sich nach § 25 Abs. 1 Nr. 1a EichG bußgeldpflichtig. Dagegen ist eine Abrechnung, die auf einem ungeeichten Messgerät basiert, nicht gleich unwirksam.

Können Sie nachweisen, dass die Zähler trotz abgelaufener Eichfrist noch korrekt messen, dürfen Sie die Ablesewerte verwenden (BGH, Urteil v. 17.11.2011, VIII ZR 112/10).

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