Contracting

Stichworte zu diesem Thema

Ist das Übertragen von bisher selbst erbrachten Aufgaben auf einen anderen, z. B. ein Dienstleistungsunternehmen. Im Rahmen der Betriebskosten-Abrechnung werden Sie auf diesen Begriff im Rahmen eines Liefer-, Anlagen-, Wärme- oder Energiecontractings stoßen.

Gemeint ist damit das Bereitstellen bzw. das Liefern von Betriebsstoffen wie Wärme, Kälte, Strom, Dampf, Druckluft usw. sowie den Betrieb der zugehörigen Anlagen.

Typisches Beispiel: Sie müssten normalerweise eine neue Heizungsanlage einbauen. Um die Anschaffungs- bzw. Reparaturkosten zu sparen, schließen Sie einen Contracting-Vertrag. Der Contractor stellt Ihnen eine Heizanlage zur Verfügung, und Sie schließen mit ihm dafür einen langfristigen Energieversorgungsvertrag. Meist kalkuliert er in den Energiepreis neben seinem unternehmerischen Gewinn auch Instandhaltungskosten mit ein.

Der BGH erleichtert es Ihnen während eines laufenden Mietverhältnisses auf Wärmecontracting umzustellen. Sie brauchen dazu nicht einmal die Zustimmung Ihres Mieters. Das gilt jedenfalls dann, wenn Ihr Mietvertrag die Umstellung erlaubt. Dafür genügt ein Verweis auf die Anlage 3 zu § 27 II. BV, mindestens in der Fassung von 1984, weil darin die Kosten der Fernwärme bereits enthalten sind (BGH, Urteil v. 27.06.2007, VIII ZR 202/06).

Siehe auch unter Wärmecontracting

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