Abrechnungskosten

Abrechnungskosten sind nicht umlagefähig. Es gibt nur 3 Ausnahmen, wann Sie Abrechnungskosten dennoch umlegen dürfen:

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Sie haben Einzelwasserzähler, dann sind die Kosten für das Berechnen und Aufteilen der Wasserkosten Betriebskosten (§ 2 Nr. BetrKV)

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Sie rechnen verbrauchsabhängig über die Heiz- und Warmwasserkosten ab (§ 2 Nr. 4a, 5a BetrKV)

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Sie haben eine Müllmengenerfassungsanlage und rechnen die Kosten für die Müllbeseitigung ab.

Berechnen Sie oder ein Abrechnungsunternehmen hier die Kosten pro Mieter, dürfen Sie den Kostenaufwand dafür auf die Mieter umlegen (§ 2 Nrn. 2 und 3 der BetriebsKV).

Ansonsten können Sie die Kosten für das Erstellen der Betriebskosten-Abrechnung nicht auf die Mieter umlegen (AG Köln, ZMR 1996, S. 269). Das gilt auch, wenn Sie z. B. die Stromkosten, die auf mehrere Zwischenzähler laufen, auf die jeweiligen Mieter umlegen.

Das Gleiche gilt, wenn Sie beispielsweise die Hausmeisterab­rechnung von einem Steuerbe­ratungsbüro durchführen lassen. Das sind typische Verwaltungskosten, die nicht umlegbar sind!

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