Montag, 07.09.2009 | Autor: heihec

Baugemeinschaften im Trend

News: Private Baugemeinschaften sind im Trend. Denn wer im Team baut, spart bis zu 20 Prozent der Kosten auf dem Weg zu den eigenen vier Wänden.

Zwei Drittel aller Haushalte wollen in den eignen vier Wänden wohnen und dies möglichst nah an der Arbeit, Schule und dem Freizeitangebot. Allerdings übersteigen die Bauland- oder Immobilienpreise in dieser Lage oft das Budget. Doch laut einer Pressemitteilung der Dresdner Bank, wurde die Baugemeinschaft als Lösung für das Problem gefunden.

Vorteile einer Baugemeinschaft

Wer sich vorstellen kann, statt im freistehenden Haus mit Garten in größeren Einheiten zu leben - etwa in Mehrgenerationen-Häusern, sanierten Fabrikquartieren, Stadthäusern oder ökologischen Mustersiedlungen - für den ist die Baugemeinschaft eine interessante Alternative. Eine Eigentumswohnung in einem Mehrparteienhaus kann nämlich in einer Baugemeinschaft um 10 bis 20 Prozent günstiger errichtet werden als eine fertige Wohnung gleicher Ausstattung auf dem Immobilienmarkt kostet.

Bauen im Team

Beim Bau in einer Baugemeinschaft schließt sich eine Gruppe Menschen zusammen und errichtet gemeinsam eine Immobilie. Die Baugemeinschaft kann den Bau privat planen oder engagiert einen Profi. "Ein professionelles Management senkt Bauzeit und -kosten und kann bei Streit vermittelnd zwischen den Bauherren eingreifen", so Marcus Wetzel, Baufinanzierungsexperte der Dresdner Bank.

Bei der Baugemeinschaft spielen die Organisation, die Verträge und die Finanzierung eine große Rolle. Deshalb gründen die Mitglieder der Baugemeinschaft in der Regel eine Gesellschaft Bürgerlichen Rechts (GbR). So ist jedes Mitglied dazu verpflichtet, vor Baubeginn ausreichend Geldmittel nachzuweisen. Nach Baubeginn kann man im Normalfall nicht mehr aussteigen, so dass für die anderen keine Finanzlöcher aufreißen. Nach Einzug wird aus der Bau- eine Eigentümergemeinschaft, die dauerhaft über Instandhaltung und Nebenkosten entscheidet.

Da jeder Bauherr die Darlehensverträge mit Banken und Bausparkassen für seinen Anteil an den Baukosten selber abschließt, können die Banken bei Ausfall eines Einzelnen nicht auf Wohnungen und Vermögen der anderen zugreifen. "Baugemeinschaften helfen zwar Kosten zu sparen, doch die Faustregeln der soliden Finanzierung sind deswegen die gleichen wie beim Bauen im Alleingang: 20, besser 25 Prozent Eigenkapital und eine Darlehensbelastung, die, zusammen mit den Nebenkosten für Heizung & Co., ein Drittel des Nettoeinkommens nicht überschreitet", so Dresdner-Bank-Experte Wetzel.

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