Donnerstag, 28.04.2011 | Autor: mb

Versicherungen während der Bauzeit

News: Überschwemmung durch starken Regen, Unfälle auf der Baustelle und gestohlenes Material. Während der Bauzeit kann viel Unvorhergesehenes passieren, was den Bauherrn teuer zu stehen kommen kann, wenn er nicht richtig versichert ist.

Auf einer Baustelle kann allerhand passieren, wofür der Bauherr geradestehen muss. Für solche unvorhersehbaren Fälle gibt es verschiedene Versicherungen. Der Verband "Wohnen im Eigentum" rät Häuslebauern, sich für die Bauzeit gut abzusichern. Solch ein Versicherungsschutz sei sogar relativ günstig, so der Verband in einer Pressemitteilung.

Verschiedene Versicherungen für die Bauzeit

Für die einzelnen Risiken gibt es unterschiedliche Versicherungen. Der Eigentümerverband "Wohnen im Eigentum" nennt die Bauleistungsversicherung, die Bauherrenhaftpflichtversicherung, die gesetzliche Unfallversicherung, die Risikolebensversicherung und die Feuerrohbauversicherung als mögliche Bestandteile eines guten Versicherungspakets während der Bauzeit.

Bauleistungsversicherung hilft bei Sturmschäden

So springt die Bauleistungsversicherung ein, wenn zum Beispiel Fremde auf der Baustelle Schaden anrichten oder bereits eingebaute Teile entwenden. Sie kommt nach Angaben des Eigentümerverbands auch zum Einsatz, wenn der Bau durch höhere Naturgewalt wie Erdbeben, Sturm oder Überschwemmung Schaden nimmt. Diese Versicherung schließt nicht nur die Bauarbeiter ein, sondern auch freiwillige Helfer auf der Baustelle. Nicht versichert sind Schäden durch "normale" Witterungseinflüsse, Diebstahl gelagerter Bauprodukte, Schäden durch Brand, Blitzschlag und Explosionen und aufgrund unterlassener Sicherungsmaßnahmen sowie Baufehler und -mängel. "Die Höhe der Versicherung richtet sich nach der Bausumme", erklärt Versicherungsberater Ingo Cordts.

Bauherrenhaftpflichtversicherung schützt vor Kosten bei Unfall

Die Verantwortung für die Sicherheit auf der Baustelle liegt immer beim Bauherren. Auch wenn beispielsweise ein Bauträger für den Bau des Hauses zuständig ist. Passiert ein Unfall, muss der Bauherr zahlen. Gegen solche Risiken hilft die sogenannte Bauherrenhaftpflichtversicherung, die jeder Bauherr haben sollte, sofern der Umfang seiner Privathaftpflicht für ein solches Bauvorhaben nicht ausreicht. Darüber hinaus sollten Bauherren auch die Helfer mitversichern und zwar über die gesetzliche Unfallversicherung. Die Höhe der Beiträge richtet sich nach Art und Umfang der geleisteten Arbeiten; abgesichert sind Arbeits- und Wegeunfälle. Sie müssen jedoch spätestens binnen drei Tagen gemeldet werden.

Risikolebensversicherungen hilft bei Tod des Partners

Ein Bauvorhaben ist eine große finanzielle Investition, an der meist beide Partner beteiligt sind. Stirbt ein Partner, bleibt der andere auf einem großen Schuldenberg sitzen und muss eventuell auch noch für Kinder sorgen. Deshalb empfiehlt sich eine Risikolebensversicherung. Für Häuslebauer mit knappem Budget seien laut Eigentümerverband Versicherungen mit fallendem Todesfallschutz sinnvoll: Die Versicherungssumme sinkt entsprechend der Restschuld des Darlehens. Dabei müssen Versicherung und Darlehen genau aufeinander abgestimmt werden.

Feuerrohbauversicherung als Absicherung gegen Feuerschäden

Feuer auf der Baustelle ist in den meisten Fällen verheerend. Die Feuerrohbauversicherung haftet bei Schäden, die durch Feuer, Blitzschlag oder Explosionen verursacht werden. Wird die Wohngebäude-Versicherung bereits bei Baubeginn abgeschlossen, ist der Feuerschutz oft für ein halbes bis ein Jahr beitragsfrei enthalten. An der Feuerrohbau-Versicherung führt ohnehin meist kein Weg vorbei: Die meisten Geldinstitute verlangen einen Versicherungsnachweis vor Auszahlung des Kredits.

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