Mittwoch, 13.07.2011 | Autor: heihec

Zu hoher Mehrwertsteuersatz für Strom und Gas

News: Obwohl Strom und Gas zu den lebensnotwendigen Gütern gehören, die mit sieben Prozent besteuert werden, zahlen Immobilieneigentümer 19 Prozent Mehrwertsteuer. Dabei könnten die Eigentümer durch eine Mehrwertsteuersenkung erheblich entlastet werden.

Der Mehrwertsteuersatz für Energie liegt derzeit bei 19 Prozent. Dabei gehören Energie-Güter zu den lebensnotwendigen Gütern eines Verbrauchers, die mit sieben Prozent besteuert werden. Aus diesem Grund fordert das Energie-Vergleichsportal Verivox.de die Absenkung des Mehrwertsteuersatzes.

"Warum für Strom und Gas kein ermäßigter Mehrwertsteuersatz gilt, ist nicht begründbar. Da die Energiewende und die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes die privaten Verbraucher zusätzlich belasten werden, ist eine Absenkung des Mehrwertsteuersatzes für Energie überfällig", so Peter Reese, Leiter Energiewirtschaft bei Verivox.

Mehrwertsteuersatz für Energie

Grundsätzlich beträgt der Mehrwertsteuersatz für Energie 19 Prozent. Für eine ganze Reihe von Gütern gilt allerdings ein ermäßigter Steuersatz von 7 Prozent. Diese Regelung wurde 1967 eingeführt, um "bestimmte Güter des lebensnotwendiges Bedarfs" politisch zu verbilligen. Dazu gehörten zunächst Lebensmittel, Personennahverkehr und kulturelle Güter, wie Bücher und Theaterbesuche.

Im Laufe der Jahrzehnte sind immer weitere Vergünstigungen hinzugekommen, die weder der ursprünglichen Absicht noch einer klaren Logik entsprechen. Besonders deutlich wird dies bei Strom und Gas. Elektrizität und Wärme gehören fraglos zum lebensnotwendigen Bedarf der Bundesbürger. Dennoch werden in beiden Fällen 19 Prozent Mehrwertsteuer fällig, während für Güter wie Schnittblumen, antike Vasen, Maultiere und Hotelübernachtungen nur ein Satz von 7 Prozent gilt.

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Bis der Mehrwertsteuersatz sinkt, dauert es wohl noch eine Weile. Sie als Eigentümer können aber dennoch Energie-Kosten spare. Vergleichen Sie mit dem Energie-Rechner Anbieter und wechseln Sie gegebenenfalls.