Dienstag, 01.11.2016 | Autor: Heidi Schnurr, Rechtsanwältin und Chefredakteurin meineimmobilie.de, Foto: © Nobilior - Fotolia.com

Wasserzähler und Außenwasserhahn jetzt frostsicher machen

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Worum geht´s

Wasserleitungen und Wasserzähler: Wie Sie Ihr Haus winterfest machen. 

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Am 21.12.2016 ist Winteranfang. Bis dahin dauert es zwar noch etwas, allerdings hält sich Väterchen Frost bekanntermaßen ja nicht exakt an den Kalender. Deswegen sollten Sie schon jetzt "frostempfindliche" Wasserzähler und Wasserleitungen gegen niedrige Kältetemperaturen schützen. Gerade die so gern vergessenen Außenzapfstellen für den Gartenschlauch oder die Gießkanne werden dabei gern vergessen - und das kann teuer werden! 

Frosttemperaturen können Wasserzähler und Leitungen beschädigen, die nicht ausreichend vor Kälte geschützt sind. Das ist jetzt keine sensationell neue Nachricht - es ist nur eine Erinnerung! Nämlich daran, beides vor Frost zu schützen.

Das beginnt beim Wasserzähler schon damit, dass Sie z. B. im Keller, wo sich die meisten Wasserzähler befinden, möglichst Außentüren und Fenster in der kalten Jahreszeit schließen. Gerade, wenn sich diese in unbeheizten Räumen und Durchgängen befinden.

Zusätzlich sollten Sie die Ventile und die Zu- und Abgangsleitungen zum Wasserzähler mit wärmedämmendem Material umwickeln. Dafür geeignetes Material gibt es zum Beispiel in jedem Baumarkt.

Nehmen Sie Außenwasserleitungen außer Betrieb 

Ist es im Winter über einen längeren Zeitraum eisig kalt, können Wasserleitungen einfrieren. Gerade solche von Außenzapfstellen. Steht dann noch Wasser in der Leitung oder im Wasserzähler, kann der Frost das Rohr zum Platzen bringen. 

Deswegen sollten Sie bereits vor dem Wintereinbruch den Haupthahn vor dem Wasserzähler für die Außenleitung abdrehen und alle Leitungen und Behälter in ungeheizten Räumen wie im Keller oder in der Garage entleeren.

Das betrifft gerade Wasserleitungen und Wasserzähler, die Sie nur im Sommer nutzen - etwa in Gartenanlagen oder Wochenendhäusern. Denn in den Rohren und Zählern verbleibt in der Regel Wasser, das beim Gefrieren eine sogenannte Frostsprengung auslösen kann.

Und dann kann es teuer werden, denn zum einen ist dann meist der Wasserhahn defekt und schlimmstenfalls platzt unbemerkt ein Rohr und das Wasser läuft ins Mauerwerk oder Ihren Garten.

Balkone und Terrassen: Machen Sie die Abflüsse und Rinnen frei

Und wenn Sie schon beim Rundgang durch den Garten und durchs Haus sind: Machen Sie Abflüsse von Balkonen und Terrassen laub- und nadelfrei, damit das Regen- und Schmelzwasser abfließen kann. Schreiben Sie Ihre Mieter an, dass sie bitte gerade im Herbst und Winter, wenn es zu Wasser- und Frostschäden kommen kann, für einen laub- und nadelfreien Balkonabfluss sorgen sollen!  

Befreien Sie auch die Regenrinnen komplett vom Laub, bevor die Temperaturen unter den Gefrierpunkt sinken. Denn wenn das Laub in der Regenrinne gefriert, kann das dazu führen, dass die Rinne platzt. Außerdem kann im Winter das Schmelzwasser nicht richtig abfließen, wenn die Rinne mit Blättern verstopft ist.

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Foto: Heidi Schnurr / Bildschön, Laila Weber
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Heidi Schnurr arbeitet als Rechtsanwältin mit dem Schwerpunkt Mietrecht für Vermieter. Ihre Praxis-Tipps speziell für Vermieter finden sich in zahlreichen Fachpublikationen, Loseblattwerken, Büchern und ...
Heidi Schnurr
Vielleicht haben Sie's auch schon im Fernsehen gesehen: Die Wasserzähler, die unten noch munter weiterlaufen, während oben bereits der Hahn zugedreht wurde. Die vermeintliche Ursache: Ein viel zu groß dimensionierter Wasserzähler! Einige empörte Hausbesitzer sind noch während der Sendung in den Keller gelaufen und haben geschaut, ob ihr Wasserwerk den richtigen  Wasserzähler  eingebaut hat. In den Medien ist oft von einer regelrechten "Abzocke" die Rede, weil die viel zu großen Wasserzähler natürlich auch noch viel mehr kosten als ein "normaler" Zähler.
Nach und nach statten Sie Ihr Haus mit Wasserzählern aus. Jetzt hofft jeder Mieter auf eine verbrauchsabhängige Wasserabrechnung.
Nette Nachbarn sind eine tolle Sache. Gerade, wenn man in Urlaub fährt und der Briefkasten geleert, die Katze gefüttert und die Blumen oder gleich der ganze Garten gegossen werden müssen.  Was nur nett gemeint ist, kann aber im Streit enden. Dann nämlich, wenn plötzlich der Gartenschlauch platzt und nicht nur der Rasen unter Wasser steht.  
Mussten Sie die letzten Tage auch zweimal am Tag Ihren Garten wässern? Das geht ganz schön ins Geld, falls Sie nicht gleich kannenweise das gesammelte Gießwasser zu ihren Tomaten, den Hortensien und den Himbeeren schleppen wollen. Da ist es schon wesentlich bequemer, getreu dem Motto "Wasser marsch!" einfach den Gartenschlauch aufzudrehen und über den sattgrünen Rasen zu spritzen. Wer es gern etwas günstiger haben will, beantragt bei seiner Gemeinde einen "Sprengwasserabzug". Damit zahlen Sie zwar das entnommene Wasser, aber nicht das Abwasser!
Alle reden vom Energiesparen - aber die wenigsten sagen, wie es geht. Vielleicht haben Sie in diesem Zusammenhang schon mal vom "hydraulischen Abgleich" gehört. Tatsächlich gibt es 4,5 Millionen Brennwertkessel in Deutschland. Doch nicht jeder arbeitet effizient: Rund 3 Millionen Brennwertkessel verschenken ihr Potenzial. Und das nur, weil sie falsch eingestellt sind. Dabei ist die Lösung sehr einfach und auch nicht teuer: Mit einem hydraulischen Abgleich können Sie bis zu 660 Euro im Jahr sparen.

 meineimmobilie.de-Tipp

Jetzt ist die beste Zeit, um Ihr Haus noch winterfest zu machen. Vergessen Sie nicht Wasserleitungen, die Sie im Winter nicht benötigen, noch vor Beginn der kalten Tage abzudrehen und entleeren Sie das verbliebene Wasser.