Dienstag, 09.11.2010 | Autor: heihec

Vereinfachter energetischer Nachweis für Gebäude

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News: Die Anforderungen an das energiesparende Bauen und dem damit verbundenen Nachweisverfahren sind im Laufe der Jahre immer höher geworden. Doch mit einer neu entwickelten Methode können künftig Bauherren, Planer und Modernisierer die energetische Einhaltung einfach nachweisen.

Das Fraunhofer-Institut für Bauphysik hat im Auftrag des Wirtschaftsministeriums Baden-Württembergs eine Methode entwickelt, die den Nachweis der Einhaltung der energetischen Anforderungen drastisch vereinfacht. Die Forschungsarbeit "EnEV easy" wurde mit dem Ziel durchgeführt, Bauherren, Planer und Modernisierer bei den administrativen Nachweisen zu entlasten.

"EnEV easy": Methode für energetischen Nachweis

Für die vereinfachte Methode bildete ein Datenpool aus typischen Wohngebäuden, die nach Einfamilien-, Reihen- und Mehrfamilienhäusern differenziert wurden, die Grundlage. Den definierten Gebäudegruppen wurden zehn marktgängige Anlagensysteme zugeordnet. Für alle diese Anlagentechniken gibt es eine übersichtliche Tabelle mit Anforderungen an die Mindest-Wärmedurchlasskoeffizienten (U-Werte) von Dächern, Wänden, Kellerdecken, Fenstern und Türen für Einfamilienhäuser, Doppelhaushälften, Reihenmittelhäuser und Mehrfamilienhäuser.

Werden diese beim Bauantrag nachgewiesen, gelten die Forderungen der EnEV und des EEWärmeG als erfüllt, und es sind keine weiteren Berechnungen erforderlich. Diese vereinfachte Nachweismethode "EnEV easy" könnte in die anstehende Fortschreibung der EnEV einfließen, die für 2012 geplant ist und so zu einem Abbau der bürokratischen Lasten führen.

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Mehrere Einrichtungen, darunter Bauherren-Schutzverbände und Verbraucherzentralen, bieten eine ausführliche Energieberatung für Bauherren an. Informieren Sie sich gut über technische Möglichkeiten und wägen Sie ab. Dabei sollten Sie auch berechnen, wie viel Energieverbrauch und damit laufende Kosten bei den einzelnen Varianten entstehen.