Dienstag, 16.06.2009 | Autor: heihec

Umstellen auf Wärme aus erneuerbaren Energien lohnt sich

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News: Den Heizkessel komplett abschalten und auf erneuerbare Energie zugreifen, reduziert spürbar die jährlichen Energiekosten und die Investition lohnt sich. Dies rechnete die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) anhand eines unsanierten, 150 Quadratmeter Einfamilienhauses aus.

Ab wann sich eine neue Heizung mit erneuerbaren Energien rentiert, rechnet die Deutsche Energie Agentur anhand eines unsanierten, frei stehenden, 150 Quadratmeter großen Einfamilienhauses aus dem Baujahr 1970 aus. Modellbeispiel dabei war ein Vierpersonenhaushalt mit Energiekosten von 0,08 Euro pro Kilowattstunde.

Energie durch Solaranlage gewinnen

Eigentümer, die eine solarthermische Anlage zur Trinkwassererwärmung einbauen, können bis zu 60 Prozent der notwendigen Energie für Warmwasser durch die Sonne gewinnen. Gleichzeitig erhöht sich die Effizienz der Anlage durch den Tausch des alten Kessels gegen ein Brennwertgerät. Die Investitionskosten belaufen sich dabei auf rund 10.000 Euro. Da der Staat Hausbesitzer bei der Investition tatkräftig unterstützt, erhält dieser aus dem Marktanreizprogramm (MAP) 785 Euro Förderung. Die jährlichen Energiekosteneinsparungen liegen dann bei 1.120 Euro. Geht man von einer Energiekostensteigerung von jährlich sechs Prozent aus, rentiert sich die Anschaffung nach acht Jahren.

Energie durch Pelletheizung gewinnen

Die Wärmeerzeugung durch eine Holzpelletheizung erfolgt nahezu CO2-neutral, denn bei der Verbrennung wird nur die Menge an CO2 freigesetzt, die der Baum vorher beim Wachsen aufgenommen hat. Bei der Umrüstung auf eine Pelletheizung entstehen inklusive Pelletlager Kosten von rund 17.000 Euro. Der Eigentümer erhält vom Staat aus dem Marktanreizprogramm eine Förderung in Höhe von 2.700 Euro. Bei einer jährlichen Energiekostensteigung von sechs Prozent amortisiert sich die neue Heizanlage nach sieben Jahren.

Energie durch die Wärmepumpe gewinnen

Eine Wärmepumpe nutzt die Umgebungswärme aus dem Erdreich, dem Wasser oder der Luft. Der Einbau einer Erdwärmepumpe kostet etwa 16.000 Euro. Da Wärmepumpen bei möglichst geringen Heiztemperaturen am effizientesten arbeiten, sollte bei bestehenden Gebäuden auch auf die Dämmung geachtet werden. Besitzer unsanierter Häuser müssen bei einer Modernisierung mit Dämmung und Installation der Wärmepumpe mit Kosten von rund 47.000 Euro rechnen. Dafür erhalten sie aber auch 3.000 Euro aus dem MAP und bis zu 4.700 Euro über die KfW-Förderbank. Die Energiekosten lassen sich durch die umfangreichen Maßnahmen um bis zu 85 Prozent reduzieren. Bei einer Energiekostensteigerung von sechs Prozent hat sich diese Sanierung nach rund 13 Jahren amortisiert.

Kommentare (1)

17.6.2009, 18:20 Uhr von Matulla Profil ansehen
Bei Umstellung auf Wärme aus erneuerbaren Energien sollte die Rentabilität beachtet werden. Leute im Rentnalter, die keine lange Lebenserwartung mehr haben, erleben es nicht mehr, dass sich die Investition rechnet. Die von den Anbietern von Solar-, Pellet- Wärmepumpen- oder Pholtaikanlagen benannten Einsparungen halten der realen Praxis nicht stand. Es werden da Einsparungen versprochen, die in das Reich der Fantasie gehören.