Montag, 01.09.2008 | Autor: heihec

Über 50 Prozent Marktwachstum bei Solarwärme

News: Die Nachfrage nach Solarkollektoren ist um über 50 Prozent gestiegen. Rund 60000 Solarheizungen wurden im Halbjahr 2008 in Deutschland verkauft. Ursachen dafür sind laut dem Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) die rasant gestiegenen Öl- und Gaspreise. Aber auch die verbesserten staatlichen Förderkonditionen hätten die Nachfrage weiter angeheizt.

Carsten Körnig, Geschäftsführer des BSW-Solar: "Die kommende Heizperiode könnte für viele Verbraucher so teuer werden wie nie zuvor. Deshalb fliegen jetzt immer mehr alte Heizkessel aus dem Keller und werden durch moderne Solarheizungen ersetzt. Das Überschreiten der 100-Dollar-Marke beim Ölpreis hat viele Verbraucher geweckt. An Solarenergie und Energiesparen führt kein Weg vorbei."

Hohe Zuschüsse für regenerative Wärmetechnologien

Nach Angaben des BSW-Solar leben bereits drei Millionen Menschen in Deutschland in Häusern mit einer Solaranlage und nutzen Solarenergie für die Wärme- oder Stromgewinnung. Und auch in Zukunft wird die Zahl steigen, denn ab dem 1. Januar 2009 müssen Neubauten Wärme aus erneuerbarer Energie erzeugen.

Um den Verbrauchern den Umstieg auf eine neue Heizungsanlage zu erleichtern, bezuschusst die Bundesregierung regenerative Wärmetechnologien im Marktanreizprogramm. Für erneuerbare Energien stehen insgesamt bis zum Jahr 2012 jährlich finanzielle Mittel von bis zu 500 Millionen Euro zur Verfügung. Allein beim Austausch einer alten Heizung durch eine effiziente Solarheizung mit 15 Quadratmetern Kollektorfläche erhält ein Eigenheimbesitzer Zuschüsse von bis zu 3400 Euro.

Solare Heizungsmodernisierung lohnt sich

"Bei der solaren Heizungsmodernisierung kann der Brennstoffbedarf häufig halbiert werden", so Körnig. "Ist die Anlage einmal in Betrieb, gibt es die Sonnenwärme zum Nulltarif. Das macht sich auf der Heizkostenabrechnung bemerkbar und freut die Haushaltskasse." Derzeit liegen die Heizölpreise rund 40 Prozent höher als noch vor einem Jahr.

Eine Entspannung bei den Energiepreisen sei nicht in Sicht, so das jüngste Energiemarktbarometer des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung. So würden die Preise fossiler Energieträger auch weiterhin langfristig steigen. Die Energieexperten rechnen insbesondere mit einem kurzfristigen Anstieg der Gaspreise.

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