Dienstag, 08.02.2011 | Autor: heihec

Studie zum Energieausweis

News: Eine aktuelle Studie zum Energieausweis belegt, dass der Verbrauchsausweis verbraucherfreundlicher und weniger fehleranfällig ist als der Bedarfsausweis.

Im Rahmen einer Studie zum Energieausweis im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) wurde festgestellt, dass nur 29 Prozent der geprüften Bedarfsausweise den Energiebedarf der Immobilie annähernd zutreffend darstellen. Bei Verbrauchsausweisen hingegen lagen mit 66 Prozent mehr als doppelt so viele Energieausweise innerhalb der zulässigen Toleranz.

Das Ergebnis der Energieausweis-Studie

Für die Studie "Evaluierung ausgestellter Energieausweise für Wohngebäude nach EnEV 2007" wurden insgesamt 94 Energieausweise untersucht. Das Ergebnis: Der Bedarfsausweis ist fehleranfälliger als der Verbrauchsausweis. Denn bei der Untersuchung des Energiebedarfs von Immobilien wich das Ergebnis der Bedarfsausweise um 108 Prozent ab, während es bei dem Verbrauchsausweis maximal 26 Prozent Abweichungen gab.

Reaktionen auf die Studie zum Energieausweis

Mit dem Ergebnis der Studie sieht sich auch die Eigentümerschutz Gemeinschaft Haus & Grund bestätigt. Haus & Grund-Präsident Rolf Kornemann kommentiert: "Die vorherrschende Auffassung, der Energieverbrauchsausweis sei schlechter als der Bedarfsausweis, ist schlicht unzutreffend. Der Gesetzgeber muss sich jetzt den Tatsachen stellen und den Verbrauchsausweis umgehend wieder für alle Wohngebäudearten zulassen."

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