Mittwoch, 06.11.2013 | Autor: Heidi Hecht, Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2006

Sparen, sparen, sparen: Heizkosten minimieren und langfristig profitieren

Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2006
Worum geht´s
  • Heizkosten explodieren
  • Bestimmte Maßnahmen senken Heizkosten langfristig

Die Kältewelle hat nun auch Deutschland erreicht. Damit es zu Hause schön warm und kuschelig wird,  laufen die Heizungen der Immobilienbesitzer auf Hochtouren. Doch spätestens mit der Heizkostenabrechnung kommt die Ernüchterung: Schon wieder muss drauf gezahlt werden!

 

Allerdings nicht, wenn Sie als Immobilienbesitzer effektive Maßnahmen ergreifen, um Ihre Heizkosten langfristig zu senken.

Große Zeitungen titeln: "Teuerster Winter aller Zeiten – die Heizkosten explodieren". Doch wenn Immobilienbesitzer die Tipps des VdZ - Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik e.V. befolgen, lassen sich die Heizkosten schon während der Heizsaison spürbar reduzieren.

Dafür gibt es ein paar einfache Regeln wie etwa: Verstellen Sie die Heizkörper nicht mit Möbeln oder Vorhängen.

Führen Sie ein Stoßlüften durch, statt die Fenster zu kippen. Dichten Sie undichte Stellen an den Fenstern ab, schließen Sie nachts die Rollläden und senken Sie die Raumtemperatur um ein Grad.  

Senken Sie mit programmierbaren Thermostatventile die Heizkosten

Wirkliche Abhilfe gegen hohe Heizkosten schaffen langfristig aber nur die folgenden Optimierungsmaßnahmen. So beispielsweise programmierbare Thermostatventile.

Die ermöglichen ein automatisches Absenken der Temperatur, wenn die Räume nicht genutzt werden. Sie lassen sich für alle Räume individuell einstellen. Die Heizkostenersparnis ist je nach Dauer der Absenkung und Dämmstandard des Gebäudes bis zu 15 Prozent.

Gedämmte Rohre verringern Ihre Heizkosten 

Ihnen ist langweilig und Sie wollen etwas Sinnvolles tun? Checken Sie doch mal Ihren Heizungskeller. Ist es dort sehr warm, sind vermutlich die Heizungs- und Warmwasserrohre nicht gedämmt.

Damit verpufft schon mal ein großer Teil der Wärme im Keller, anstatt die Wohnung zu beheizen. Wer seine Rohre dämmt, kann in seinem Einfamilienhaus mit 150 Quadratmeter circa 2.500 Kilowattstunden pro Jahr an Heizenergie sparen.

Heizkosten sparen mit geregelter Heizungspumpe

Ungeregelte Heizungspumpen, die technisch veraltet und nicht an den tatsächlichen Heizbedarf im Haushalt angepasst sind, sollten Sie dringend gegen eine hocheffiziente, geregelte Heizungspumpe austauschen.

Heizkosten-Ersparnis unterm Strich: Senkt Ihren Stromverbrauch für die Heizung um bis zu 60 %.

Hydraulischer Abgleich spart Heizkosten

Ein hydraulischer Abgleich sichert Ihnen die gleichmäßige Wärmeverteilung in einzelnen Räumen bei optimiertem Energieverbrauch und beendet so ganz nebenbei auch mögliche Störgeräusche der Heizung.

Je nach Heizungsanlage profitieren Sie von circa 10 % Energieeinsparungen und einem besseren Wohnkomfort.

Wer seine Heizkörper entlüftet, verringert seine Heizkosten

Da Luft Wärme um ein Vielfaches schlechter leitet als Wasser, sollten Sie Ihre Heizungen regelmäßig entlüften. Wem der Entlüftungsaufwand zu groß ist, kann auch selbstlüftende Ventile installieren lassen und dadurch Heizkosten sparen.

Alte Heizung: Machen Sie den Effizienz-Check 

Wenn eine Heizungsanlage älter als 20 Jahre ist, hat sie technisch ihren Zenit überschritten und arbeitet mit hoher Wahrscheinlichkeit ineffizient.

Langfristig hilft da nur noch ein Kesseltausch. Mit einem Effizienz-Check durch einen Fachmann können Sie schon mal Einsparpotenzial aufdecken.

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Ob Heizöl oder Gas: Wer eine warme Wohnung haben möchte, muss von Jahr zu Jahr immer tiefer in die Tasche greifen. Der Heizölpreis stieg in den letzten Jahren um rund 26 Prozent. Der Kostenanstieg für Gas ist mit etwa vier Prozent im Vergleich zum Heizölpreis verhältnismäßig gering.
Für viele liest sich die Heizkostenabrechnung wie ein Buch mit 7 Siegeln: Verbrauchseinheiten, Rechenformeln, Festkostenanteil, Verbrauchs- und Nutzungszeitraum – da blickt kaum einer bis zur letzten Zahl hinterm Komma durch. Just zur Winterzeit hat sich der Bundesgerichtshof mit dem Thema Heizkostenabrechnung befasst. Dabei ging es um die Frage, wie die Heizkosten abgerechnet werden müssen: Nach dem Abflussprinzip oder nach dem Leistungsprinzip.

 meineimmobilie.de-Tipp

Sie erzielen das beste Ergebnis beim Heizkostensparen, wenn Sie im Gebäude mehrere dieser Maßnahmen kombinieren.

Wer beispielsweise seine Rohrleitungen dämmt, eine neue Heizungspumpe einbaut und den hydraulischen Abgleich durchführen lässt - und dann auch noch die Heizungstemperaturen richtig eingestellt sind - spart mit dieser Optimierung etwa 15 % der Energiekosten, was sich in der Regel innerhalb von 3 bis 5 Jahren bezahlt macht.