Montag, 29.12.2014 | Autor: Jörg Stroisch , Foto: © Tiberius Gracchus - Fotolia.com

Sicher statt spannend: Die 6-Punkte-Checkliste zur Elektroinstallation

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Worum geht´s
  • Elektroinstallationen in der Immobilie auf Vordermann bringen 
Stichworte zu diesem Thema

Haben Sie ein ruhiges Gewissen, bei all Ihren Elektroleitungen im Haus? Oder springt auch bei Ihnen ab und zu mal eine Sicherung raus?

Die Elektroinstallation auf den neusten Stand zu bringen, kann teuer werden. Sechs Tipps rund um dieses Vorhaben.

  • Alter der Installation: Diese sagt viel über den Standard aus, dem sie entspricht. Es besteht zwar keine generelle Nachrüstverpflichtung, allerdings macht es bei älteren Installationen Sinn, diese anzupassen. Zu beachten sind hier auch die Technischen Anschlussbestimmungen (TAB) des örtlichen Versorgungsunternehmens, welches Pflichten auferlegt. Es kann auch passieren, dass der Vermieter für Schäden durch eine nicht zeitgemäße Elektroinstallation haftet, denn natürlich müssen Schäden für Personen und Sachwerte vermieden werden.
  • Komfortstufe wählen: Es gibt unterschiedliche Komfortstufen bei der Elektroinstallation, die durch eine DIN-Norm und die RAL-Kriterien definiert sind. So bedeutet das „plus“ bei den RAL-Kriterien intelligente Gebäudetechnologie. Eine Beratung ist sinnvoll.
  • Auf offene Standards Wert legen: Eine Elektroinstallation soll etliche Jahrzehnte halten. Entsprechend ist es wichtig, auf offene Standards etwa bei der BUS-Technologie für die intelligente Gebäudetechnik zu setzen.
  • Elektroinstallation einbetten: Bei umfangreicheren Sanierungsarbeiten ist es sinnvoll, die Elektroinstallation nicht losgelöst von den restlichen Modernisierungsarbeiten zu betrachten. So kann etwa ein Architekt hier beratend tätig werden.
  • Handwerker auswählen: Kriterien für die Vorauswahl eines Handwerkers können eigene Erfahrungswerte, spezielle Prüfsiegel und Referenzobjekte sein. Es sollten immer mehrere Angebote eingeholt werden. Anhand der Beratung kann auch abgeschätzt werden, welcher Handwerker passt. Erfahrene Bauherren können auch mit einer Ausschreibung und mit einem dann sehr detaillierten Leistungskatalog arbeiten. Sollte ohnehin ein Architekt mit der Gesamtplanung beauftragt sein, übernimmt dieser diese Aufgabe.
  • Ankündigen und vorbereiten: Eine Elektrosanierung macht viel Dreck, ein Bewohnen der Wohnung ist dann nur noch selten möglich. Sollten im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses Arbeiten stattfinden, müssen die Mieter rechtzeitig unterrichtet werden. Bei einer bewohnten Mietwohnung muss dem Mieter womöglich eine Ersatzunterkunft zur Verfügung gestellt werden.

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Foto: Sebastian Fery / Haufe
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Jörg Stroisch arbeitet als selbstständiger und freier Journalist. Seine Themenschwerpunkte sind informative Ratgeberartikel rund um die privaten Finanzen, insbesondere über die Themengebiete Immobilien, Vorsorge ...
Jörg Stroisch
Wer barrierefrei umbauen möchte, muss nicht nur einfach die Dusche bodengleich bauen lassen oder auf Schwellen und Stufen in der Immobile verzichten. Auch der Griff zum Lichtschalter und andere Elektroinstallationen spielen eine große und wichtige Rolle für eine angenehmeres und unabhängigeres Leben im Alter. 
Ein kurzes "Klack" und es wird mal wieder dunkel im Haus: Die Sicherung ist rausgesprungen und Ihr Mieter sitzt im Dunkeln und ärgert sich.    In Deutschland ist daran nur selten der Netzbetreiber schuld. Oft verursacht eine veraltete Elektroinstallation den Stromausfall. Für den Vermieter ist allerdings die Sanierung der Elektroinstallation eine teure und aufwendige Angelegenheit.
Topstory: Ein Herd in der Küche – und das war es: In den 50er-Jahren gab es viele Elektroklein- und -großgeräte noch nicht als Standard. Und entsprechend wurden auch die Stromleitungen und -kreise ausgelegt. Auch aus Sicherheitsgründen ist oftmals eine grundlegende Sanierung ratsam.

 meineimmobilie.de-Tipp

Die Elektroinstallation in einer Wohnung ist natürlich Thema des Elektrohandwerkes. Verschiedene Websites informieren darüber.

  • Initiative Elektro +, www.elektro-plus.com: Initiator ist unter anderem der Zentralverband der Elektroindustrie. Im Bereich „Downloads“ gibt es auf der Website die Broschüre „Modernisierungsratgeber“ zum kostenlosen Herunterladen, in der zum Beispiel die unterschiedlichen Standards bei Elektroinstallationen beschrieben sind.

 

  • Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH): Die zentrale Vertretung der Branche organisiert zum Beispiel Elektrotechniker. Lilienthalallee 4, 60487 Frankfurt am Main, Telefon: 069/247747-0. www.zveh.de