Dienstag, 16.02.2010 | Autor: heihec

Schwachstellen am Haus überprüfen

News: Ein kalter Zug durch die Fensterfuge oder kaltes Wasser aus der Leitung deuten auf Schwachstellen am Haus hin. Mit einem Selbsttest der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) können Hausbesitzer schnell und einfach ihr Eigenheim auf Schwachstellen prüfen und reagieren.

Wenn es im Winter kalt durch die Fensterfugen zieht, wird es ungemütlich. Hausbesitzer sollten dann schnell reagieren. Denn immerhin gehen über die Fenster rund 15 Prozent der Energie verloren. Im Rahmen der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) Kampagne "Haus sanieren - profitieren" können Hausbesitzer sich durch einen Selbsttest einen ersten Eindruck über den Zustand des eigenen Hauses verschaffen.

Der Test mit dem Feuerzeug

Wie viele Scheiben das Fenster hat, und ob die Zwischenräume, mit Edelgasen befüllt, noch zusätzlich isolieren - das können Hausbesitzer mit dem Feuerzeugtest schnell überprüfen. Wer am Abend das Feuerzeug vor die Scheibe hält, erkennt die Reflexion auf dem Glas: Zwei Doppel-Flammen, also insgesamt vier Spiegelungen, deuten auf eine Zweifachverglasung hin. Ist eine Reflexion nicht orange, sondern rot, hat die Scheibe eine zusätzliche Isolierung. "Bei einer modernen Wärmeschutzverglasung ist im Zwischenraum kein Vakuum, sondern Edelgas wie etwa Argon", so Andreas Skrypietz von der DBU-Kampagne "Haus sanieren - profitieren". Wer glaube, die alte "Thermopanescheibe" sei noch Stand der Technik, der irre: Moderne Wärmeschutzverglasungen würden im Schnitt drei Mal besser isolieren.

Glasabstandshalter geben Antwort auf Qualität

Wer moderne Fenster hat, kann leicht herausfinden, wie gut die Scheiben isolieren. Auf den Glasabstandshaltern sind Informationen eingestanzt. "Mit diesen Informationen können Eigentümer über das Internet herausfinden, wie gut das Glas ist", betont Energieberater Skrypietz. Auf dem schmalen Metallband zwischen den Scheiben steht, um welches Fenster es sich handelt. Auf dem Glasabstandshalter wird zudem der sogenannte "U-Wert" angegeben. Je kleiner die Zahl, desto geringer der Wärmedurchgang. "Gute Scheiben haben einen U-Wert von 0,5. Zum Vergleich: Alte Einfachverglasungen lagen noch bei fast sechs", so Skrypietz.

Kontrolle der Rohre

Energie geht auch über ungedämmte Rohre für die Heizung verloren.Um diese Verlustquelle zu vermeiden, können Hausbewohner selbst aktiv werden und Leitungen kontrollieren: Rohre, in denen warmes Wasser fließt, sollten alle lückenlos und auch an den Stoßstellen und Abzweigen isoliert sein. "Als Faustregel gilt: Die Dämmdicke sollte mindestens dem Durchmesser der Rohre entsprechen. Besser ist jedoch die doppelte Dicke", erklärt Skrypietz von der DBU-Kampagne. Zudem spielt die Länge der Leitungen eine Rolle: Je kürzer die Rohre sind, desto weniger Wärme geht verloren. Hausbewohner können Dämmmaterial in Baumärkten kaufen oder einen Fachmann engagieren.

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 meineimmobilie.de-Tipp


Eigentümer können sich mit dem Selbsttest einen kleinen Überblick über die Schwachstellen am Haus verschaffen. Mehr Überblick bietet allerdings die DBU mit ihrem kostenlosen Energie-Check. Geschulte Handwerker führen einen Haus-Check bei Ein- und Zweifamilienhausbesitzern durch und bewerten dabei alle Bauteile nach einem Farbschema von rot bis grün und erläutern nächste Schritte. Weitere Infos und Handwerker, die einen kostenlosen Energie-Check im Rahmen der Kampagne durchführen, finden Interessierte unter www.sanieren-profitieren.de.