Scharfe Kritik an Sparplänen

Die Bundesregierung plant, die Mittel für das CO2-Gebäudesanierungsprogramm um 50 Prozent zu kürzen. Das Programm wird von der staatlichen KfW-Bank angeboten und soll die energetische Sanierung von Bestandsbauten ankurbeln. Von der Deutschen Energieagentur (dena) hagelt es scharfe Kritik für die Sparpläne der Bundesregierung. "Die Menschen müssen vor hohen Energiepreisen geschützt werden. Der beste Schutz sind Investitionen in Energieeffizienz", sagte Stephan Kohler, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung in einer Pressemitteilung zu den Sparplänen der Regierung.
Gebäudesanierung als Bedingung für Erreichbarkeit der Klimaschutzziele
"Statt zu kürzen sollte die Bundesregierung die Förderung für Gebäudesanierungen aufstocken", fordert die dena. "Für die zum Erreichen der Klimaschutzziele nötige Sanierungsrate braucht es rund fünf Milliarden Euro pro Jahr, nicht bloß 400 Millionen, wie jetzt geplant", so Kohler. Die Klimaschutzziele besagen, dass die Treibhausemissionen bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 gesenkt werden sollen.
Die Hälfte des Gebäudebestands muss saniert werden
Der Energieverbrauch von Gebäuden spielt dabei eine große Rolle. Laut dena werden 40 Prozent der gesamten Endenergie in Deutschland für Heizen und Warmwasser verbraucht. In den nächsten 20 Jahren müssten nach Angaben der dena ohnehin 50 Prozent des Gebäudebestands saniert werden. "Diese Sanierungswelle ist entscheidend. Wenn wir hier nicht die energieeffiziente Technik einsetzen, die uns zur Verfügung steht, dann kann Deutschland seine Klimaschutzziele nicht erreichen."
meineimmobilie-Tipp
Den Erhaltungsaufwand für Ihre Immobilie können Sie als Hausbesitzer und Vermieter steuerlich geltend machen. Zur Erhaltung gehören energetische Sanierungsmaßnahmen wie eine bessere Fassaden-Dämmung oder eine neue Heizung.

