Donnerstag, 16.02.2012 | Autor: mb, Foto: fotto / pixelio.de

Sanierungsfehler passieren oft schon bei der Planung

Foto: fotto / pixelio.de
  • aktuelle Studie zu Sanierungsfehlern
  • Fehler in Planung, Koordination und Ausführung
  • Folgekosten
  • Vorbeugung

Bei der Modernisierung einer Immobilie kann viel schief gehen: In einer aktuellen Studie wurden häufige Sanierungsfehler und ihre Folgekosten untersucht. Demnach sollten Eigentümer ein besonderes Augenmerk auf die Planung, Koordination und Ausführung der Sanierungsarbeiten legen, um Probleme zu vermeiden.

Sanierungsfehler und ihre Folgen sind das Hauptaugenmerk einer jetzt vorgelegten Studie des Bauherren-Schutzbundes (BSB) mit dem Institut für Bauforschung Hannover (IFB) in Kooperation mit der AIA AG. Dabei wird deutlich: zwei Drittel der aufgetretenen Schäden sind auf schlechte Ausführung der Sanierungsarbeiten zurückzuführen, bei einem Drittel lagen die Fehler bereits in der Planung und Vorbereitung der Modernisierung. Als Mangelschwerpunkte machten die Experten Wärmedämmschichten, luftdichte Ebenen und technische Anlagen zur Nutzung regenerativer Energien aus. Für die Studie wurden Schadensfälle aus den Jahren 2007 bis 2011 ausgewertet.

Häufige Sanierungsfehler

Knapp die Hälfte aller untersuchten Sanierungsfehler ging auf die ungenügende Planung und Ausführung der Wärmedämmung zurück, gefolgt von 30 Prozent Fehlern beim Einbau luftdichter Ebenen. Typische Schadensquellen sind laut Studie die nicht fachgerechte Verarbeitung der Materialien, nicht geplante oder falsch gewählte Bauteile. Wenn verschiedene Komponenten sich nicht vertragen, kann das beispielsweise zur Ablösung der Wärmedämmung führen. Wärmebrücken ziehen Feuchtigkeitsschäden nach sich. Zu gering bemessene Dämmschichten führen zum Nichterreichen von Förderkriterien, was wiederum den Verlust von Fördermitteln zur Folge hat.

Fachmann für Baubegleitung engagieren

„Planer und Bauausführende müssen Zusammenhänge zwischen Planungs- und Ausführungsfehlern, den daraus folgenden Schäden und deren Auswirkungen erkennen und ihre Zusammenarbeit prozessübergreifend koordinieren“, folgert die Studie. Ein Höchstmaß an Sachverstand und Erfahrung sei dafür vonnöten. Der Bauherrenschutzbund empfiehlt Eigentümern deshalb, einen ausgewiesenen Fachmann für die Baubegleitung während der Sanierung zu engagieren.

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