Montag, 20.05.2013 | Autor: Heidi Hecht, Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2007

Mit Solarstrom gegen Strompreiserhöhung

Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2007
Worum geht´s
  • Solarstrom für die eigene Immobilie verwenden mit einem Solarstromspeicher
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Für Immobilienbesitzer mit einer Solaranlage lohnt es sich, den Strom direkt zu verwenden, statt ihn erst ins Netz einzuspeisen und anschließend zu einem teueren Strompreis wieder einzukaufen. Mit einem Stromspeicher kann der Strom direkt selbst verbraucht werden.

Immobilienbesitzer, die Solarstrom vom Hausdach generieren, speisen diesen ins öffentliche Netz ein. Dafür bekommen sie aktuell 16 Cents pro Kilowattstunde. Im Gegenzug beziehen sie ihren Strom aus dem Netz zu rund 26 Cents pro Kilowattstunde. Ein teueres Vorgehen, wenn man bedenkt, dass der Strom mit einem Stromspeicher selbst verbraucht werden kann. Dies geht aus einer aktuellen Pressemitteilung des Verbands Privater Bauherren (VPB) hervor.

Solarstrom selbst verwenden

In Anbetracht der steigenden Strompreise lohnt es sich, den selbst erzeugten Strom direkt zu verwenden, statt ihn erst ins Netz einzuspeisen und bei Bedarf teuer wieder aus dem Netz einzukaufen. Möglich macht es der Solarstromspeicher. Wer ein solches Gerät im Keller stehen hat, der kann abends daraus den tagsüber gespeicherten Strom ziehen. Eine durchschnittliche Familie benötigt zwischen fünf und zehn Kilowattstunden pro Tag, je nachdem, ob sie ihr warmes Wasser elektrisch erzeugt oder über Solarthermie.

"Um diesen täglichen Strombedarf speichern zu können, benötigt ein Familienhaushalt die entsprechende Stromspeicherkapazität von zehn Kilowattstunden (kWh). Besteht der Speicher aus Lithium-Ionen-Akkus, muss der Hausbesitzer mit Anschaffungskosten von rund 2.000 Euro pro Kilowattstunde rechnen", erläutert Thomas Weber, Bausachverständiger des Verbands Privater Bauherren (VPB). "Das summiert sich auf 20.000 Euro. Preiswerter sind im Augenblick Blei-Akkus, die sind aber auch nicht so ergiebig."

Mit Solarstrom-Speicher Stromkosten sparen

"Wer also seinen Energiebedarf in Zukunft weitgehend selbst decken möchte, der muss mehrere Komponenten beachten: zum einen den Strompreis, den wir möglichst sparen wollen, und der tendenziell steigt. Dem gegenüber stehen hohe Ausgaben für die Anschaffung der Speicher- und Solarelemente, ferner für die elektrische Installation der Anlagen und schließlich die Kosten für die regelmäßige Wartung der Systeme. Alle diese Faktoren müssen in die Rechnung einfließen."

Scheint die Sonne zuverlässig, kann der Besitzer einer Solaranlage die benötigten fünf bis zehn Kilowattstunden pro Tag "ernten". Aber die Selbstversorgung hat auch ihre Tücken: Zeigt sich die Sonne ein paar Wochen gar nicht oder liegt die Solaranlage unter einer dicken Schneeschicht, erzeugt der Haushalt keinen eigenen Strom, sondern muss ihn teuer zukaufen.

Kommentare (1)

23.5.2013, 11:11 Uhr von Matulla Profil ansehen
Solarstromspeicher rentieren sich wegen der noch sehr hohen Investitionskosten nicht. Das könnte sich in Zukunft jedoch ändern. Also, abwarten und Tee trinken.
Wer eine Solaranlage auf dem Dach hat, muss eine ganze Menge Schreibkram erledigen. So zum Beispiel die Abgabe der Umsatzsteuer-Voranmeldung. Oder die Verbuchung der Einnahmen. Ein Arbeitszimmer ist also sinnvoll. Aber sieht das Finanzamt das auch so?
Ganz gleich, ob Sie mit Heizöl, Gas oder Kohle heizen: Billiger wird es nicht! Da sitzen alle Immobilienbesitzer im gleichen Boot. Ein guter Grund sich langfristig nach günstigeren Alternativen umzusehen. Wer nicht weit laufen will, versucht es mit setzt auf die Solarwärme.

 meineimmobilie.de-Tipp

Eine Solaranlage ist eine Investition, die Sie gut planen sollten. Die Qualität der Anlage entscheidet über die Lebensdauer und somit über die Wirtschaftlichkeit. Lassen Sie sich vor Vertragsabschluss unabhängig beraten, zum Beispiel über die Verbraucherzentralen.