Montag, 13.08.2012 | Autor: Heidi Hecht

Mehr Geld für Wärmepumpenanlage

Worum geht´s
  • Verbesserte Konditionen für Wärmepumpenanlagen
  • Mehr Geld für Käufer einer effizienten Wärmepumpenanlage

Um die Ziele der Energiewende zu erreichen, schafft der Staat mit der Aktualisierung des Marktanreizprogramms neuen Anreiz zum Einbau von Wärmepumpen. Ab dem 15. August gibt es mehr Geld für Käufer einer effizienten Wärmepumpenanlage.

Drei Millionen veraltete Heizungsanlagen müssten nach Branchenschätzungen im Sinne des Umweltschutzes ausgetauscht werden. Um bei einer Heizungsmodernisierung die höheren Anschaffungskosten für regenerative Heizungs­anlagen abzufedern, verbessert die Bundesregierung nun schon im zweiten Jahr in Folge die Förderbeding­ungen im Marktanreizprogramm. Durchschnittlich 400 Euro mehr gibt es ab dem 15. August für Käufer einer effizienten Wärmepumpenanlage, berichtet der Bundesverband Wärmepumpe e.V. in einer aktuellen Pressemitteilung.

Förderkonditionen für Wärmepumpenanlagen

Immobilieneigentümer, die sich für eine Wärmepumpe mit bis 10 Kilowatt Leistung entscheiden, erhalten vom Staat 2.800 Euro. Der Kauf einer 10-Kilowatt-Luftwärmepumpe wird mit 1.300 Euro belohnt. Der Einbau eines Pufferspeichers von mindestens 30 Litern pro Kilowatt Wärmeleistung wird mit zusätzlich 500 Euro belohnt. Noch mehr Geld erhält, wer sein Haus zusätzlich dämmt. Voraussetzung für den sogenannten Effizienzbonus, der die Basisförderung um die Hälfte aufstockt, ist eine Gebäudehülle, die den Anforderungen eines KfW-Effizienzhauses 55 entspricht. Der Effizienzbonus gilt nur in Wohngebäuden.

Fördervoraussetzung für Wärmepumpenanlagen

Die technischen Fördervoraussetzungen für die Wärmepumpenanlage bleiben gegenüber der letzten Novelle im vergangenen Jahr unverän­dert: Luft/Wasser-Wärmepumpen müssen mindestens eine Jahresarbeitszahl von 3,5 nachweisen, für erdgekoppelte Systeme gilt eine Mindest-Jahresarbeitszahl von 3,8 in Wohngebäuden; der hydraulische Abgleich der Heizungsanlage ist in jedem Fall Pflicht. In Neubauten ist eine Förderung weiterhin grundsätzlich nicht möglich.

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