Freitag, 13.06.2008 | Autor: heihec, Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2007

Mehr erneuerbare Energien

Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2007
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News: Im August 2007 hat die Bundesregierung ein umfangreiches Energie- und Klimapaket beschlossen. Nun verabschiedete der Bundestag vier Gesetze, mit denen ein Teil des Programms umgesetzt wird.

Durch die Förderung des Ausbaus der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), die Öffnung für den Wettbewerb des Messwesens bei Strom und Gas und die Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien an der Erzeugung von Strom und Wärme, sollen die Treibhausgasemissionen bis 2020 um 36 Prozent sinken.

Zukunftstechnologie: Kraft-Wärme-Kopplung

Während bei der normalen Stromerzeugung viel Energie verloren geht, kann durch Kraft-Wärme-Kopplung über 90 Prozent der eingesetzten Energie verwertet werden. Dabei wird sowohl Strom als auch Wärme zu Heizzwecken erzeugt, was den Kohlendioxidausstoß erheblich verringert. Die Bundesregierung will daher den Anteil des ökoverträglich hergestellten Stroms an der gesamten Elektrizitätsproduktion bis 2020 von derzeit 12 Prozent auf etwa 25 Prozent verdoppeln (16/8305). Bis zu 750 Millionen Euro jährlich stehen dafür zur Verfügung.

Mehr Wettbewerb im Messwesen

Verbraucher sollen künftig die Wahl zwischen verschiedenen Dienstleistern bei der Ablesung der Strom- und Gaszähler haben (16/8306). Hierfür wird das Messwesen bei Strom und Gas für Wettbewerb geöffnet. Dies könnte die Einführung innovativer Messeinrichtungen bewirken und die Verbraucher zu energiesparendem Verhalten animieren, meint die Bundesregierung.

Mehr Strom aus erneuerbaren Energien

In ihrem Energie- und Klimapaket hat die Bundesregierung beschlossen, den Anteil erneuerbarer Energien an der Strom- und Wärmeversorgung deutlich zu erhöhen. Im Jahr 2007 wurden rund 14 Prozent des Stroms aus Erneuerbaren Energien gewonnen. Durch die Neufassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) soll sich das bis 2020 verdoppelt.

Neubauten: Wärme aus Erneuerbaren Energien

Mit dem Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) soll der Anteil erneuerbarer Energie am Energiebedarf von Gebäuden deutlich erhöht werden (16/8149). Häuser, welche nach dem 31. Dezember 2008 fertiggestellt werden, sollen künftig einen bestimmten Anteil ihres Wärmebedarfs aus erneuerbaren Energien gewinnen.

Besitzer von Alt- oder Neubauten, die nicht unter die Nutzungspflicht fallen, erhalten künftig für den freiwilligen Einsatz erneuerbarer Energien eine finanzielle Förderung vom Staat. In den Jahren 2009 bis 2012 will die Bundesregierung für solche Modernisierungsmaßnahmen bis 500 Millionen Euro jährlich bereit stellen.

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