Donnerstag, 02.10.2008 | Autor: heihec

Ende der Wahlfreiheit beim Energieausweis

News: Ab sofort endet die Wahlfreiheit beim Energieausweis. Eigentümer von Gebäuden mit weniger als fünf Wohnungen und Bauantrag vor dem 1. November 1977 müssen einen Bedarfsausweis vorlegen.

"Gerade die energetische Qualität von kleinen Gebäuden lässt sich mit einem Bedarfsausweis viel präziser ermitteln", kommentiert Thomas Kwapich, Experte bei der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena). "Stellt man für ein solches Gebäude einen Verbrauchsausweis aus, kann die Bewertung stark durch das individuelle Heizverhalten der Bewohner beeinflusst werden."

Bedarfsorientierter Energieausweis für kleine Gebäude

Seit dem 01. Juli 2008 ist der Energieausweis für Gebäude bis einschließlich Baujahr 1965 Pflicht. Ab 1. Januar gilt die Ausweispflicht dann auch für jüngere Gebäude. Möchte der Eigentümer die Immobilie verkaufen, verpachten oder vermieten, muss er einen Energieausweis vorlegen.

Bisher konnten Eigentümer dieser Gebäude sich entweder für einen bedarfs- oder einen verbrauchsbasierten Energieausweis entscheiden, doch am 30. September 2008 endet die Wahlfreiheit beim Energieausweis. Für Gebäude mit weniger als fünf Wohnungen und Bauantrag vor dem 1. November 1977 wird ein bedarfsorientierter Energieausweis verlangt.

Beim Bedarfsausweis begutachtet der Fachmann die Bausubstanz und die Heizungsanlage des Gebäudes. Aufgrund des energetischen Zustands des Gebäudes berechnet er die Energie, die für Heizung, Lüftung und Warmwasserbereitung bei durchschnittlicher Nutzung benötigt wird.

Der Verbrauchsausweis entsteht auf der Grundlage der Heizkostenabrechnungen und gibt den Energieverbrauch der Gebäudenutzer bei Heizung und Warmwasser in den letzten drei Jahren an. Die Bewertung eines Gebäudes im Verbrauchsausweis hängt somit auch vom individuellen Heizverhalten der Bewohner ab. Deshalb rät die dena allen Eigentümern zum Bedarfsausweis. "Er bietet eine objektive Beurteilung der energetischen Qualität eines Gebäudes und hilft mit konkreten Tipps beim Einstieg in die Modernisierung", sagt Kwapich.

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 meineimmobilie.de-Tipp


Beim Energieausweis sollten Eigentümer und Vermieter auf die Qualität achten. Eine Qualitätsgarantie bietet zum Beispiel das dena-Gütesiegel für Energieausweise. Es verlangt unter anderem eine intensive technische Analyse des Gebäudes durch einen geprüften Fachmann vor Ort. Die Genauigkeiten der Angaben und der Modernisierungsempfehlungen sind deshalb besonders hoch.