Montag, 02.12.2013 | Autor: Heidi Hecht, Foto: © M. Schuppich - Fotolia.com

Das ökologische Heim ist „in“

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Worum geht´s
  • Ökologisches, gesundes und nachhaltiges Bauen
  • So bauen Sie richtig ökologisch
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Ob bauen, modernisieren oder wohnen - die Öko-Welle hält an und jeder will in seiner Immobilie ökologisch leben. Doch ein echtes ökologisches, gesundes und sogar nachhaltiges Haus gibt es nicht einfach von der Stange, sondern verlangt den Bauherren viel eigenes Engagement und ein gewisses Budget ab.

Öko boomt und deshalb äußern immer mehr Bauherren den Wunsch nach ökologischem, gesundem und nachhaltigem Wohnen. Aber was genau ist eigentlich "ökologisch"? Und vor allem: Wie findet ein Bauherr einen Unternehmer, der nicht nur mit dem Etikett "ökologisch" wirbt, sondern tatsächlich entsprechend baut? In einer aktuellen Pressemitteilung informiert der Verband Privater Bauherren zu ökologischem Bauen – aber richtig!

Ökologisches Bauen boomt

Der Markt für ökologisches Bauen ist groß und für Laien undurchsichtig. Deshalb geht es nicht ohne die Beratung versierter Fachleute", weiß Dieter Leukefeld, Sachverständiger des Verbands Privater Bauherren (VPB). "Leider gibt es auf diesem Sektor bislang keine verbindlichen Kriterien, nach denen man einteilen könnte, was gut ist und was nicht. Ein Naturwollteppich mag besonders ökologisch sein, aber wenn er mit lösungshaltigem Kleber verlegt wird oder mit einem Flamm- oder Mottenschutzmittel behandelt ist, dann ist der ökologische Wert fragwürdig", erklärt der Experte. "In jedem Fall muss der Bauherr selbst viel recherchieren und sich kompetente Beratung holen."

Am Anfang stehen immer die Analyse der Wünsche und die Festlegung des Budgets. Die Bauherren müssen aus dem vielfältigen Angebot das richtige für sich herausfiltern. Für Laien kaum zu leisten, zumal "nur wenige, die sich aufs ökologische Bauen spezialisiert haben auch tatsächlich Experten sind", wie Bausachverständiger Leukefeld immer wieder beobachtet. "Vor allem bei Schlüsselfertiganbietern ist Vorsicht geboten. Sie werben zwar mit Attributen wie "nachhaltig" oder "ökologisch", bleiben aber den Beweis schuldig; ihre Baustoffe und Materialien legen sie in der Regel nicht offen. Hier ist viel Eigenengagement gefragt: Bauherren müssen selbst aktiv werden, viel fragen und sich informieren.

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 meineimmobilie.de-Tipp

Grundsätzlich gilt: Beauftragen Sie nur Firmen, die bei ihren Produkten alle Inhaltsstoffe lückenlos offenlegen. Wer aber ganz sicher sein will, der lässt den Bauvertrag vor Unterzeichnung von einem unabhängigen Bausachverständigen kontrollieren.


Experten und Beratungs- und Informationsstellen rund um das ökologische Heim finden Sie bei Architektenkammern der Länder sowie beim Verband Privater Bauherren.