Montag, 26.10.2015 | Autor: Heidi Hecht , Foto: © ReinhardT - Fotolia.com

Vorsicht Einbrecher: Von Oktober bis März herrscht Hochsaison

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Worum geht´s
  • Wohnungseinbrüche vermeiden 
  • Der richtige Schutz vor Einbrechern 

Wohnungseinbrüche erreichen mittlerweile in Deutschland einen Rekordwert: Mehr als 152.000 Einbrüche wurden im vergangenen Jahr erfasst – der höchste Stand der letzten 15 Jahre.

Die Hauptsaison hat gerade wieder begonnen: In der dunklen Jahreszeit von Oktober bis März sind wieder viele Langfinger unterwegs.  

In den Herbst- und Wintermonaten erfolgen Wohnungseinbrüche am häufigsten: Es wird früh dunkel und später hell. Genug Zeit also, die Dämmerung oder Dunkelheit zu nutzen, ungesehen ums oder ins Haus zu schleichen. 

Mit bestimmten Maßnahmen können Einbrüche allerdings vermieden werden. Nach Angabe der bundesweiten Initiative für aktiven Einbruchsschutz „Nicht bei mir!” scheitern über 40 Prozent der Einbrüche an mechanischer und elektronischer Sicherungstechnik.

Mit welcher Sicherheitstechnik Sie Einbrüche verhindern

Viele Leute glauben noch, es werde nur in wohlhabenden Haushalten und Gegenden eingebrochen. „Ein großer Irrtum, denn Einbrecher wissen nicht, was sie in Wohnräumen erwartet und wollen auf keinen Fall mit leeren Händen gehen“, so Dr. Helmut Rieche, Vorsitzender der Initiative für aktiven Einbruchsschutz „Nicht bei mir!”.

Die Psyche leidet oft mehr als der materielle Verlust

Im Glauben, dass es im eigenen Haushalt nichts zu holen gibt, schützen sich viele Bewohner nicht vor Einbruchdiebstählen. „Dabei ist der psychologische Schock eines Einbruchs oft schwerwiegender als der materielle Schaden, sodass sich schon deswegen die Investition in beispielsweise eine Alarmanlage lohnt“, so Dr. Rieche.

Durch die gezielte Anschaffung von Sicherheitstechnik, wie beispielsweise mechanische Tür- und Fenstersicherungen und Alarmanlagen, können Immobilienbesitzer Einbrechern entgegentreten. 

So beugen Sie gegen Einbrecher vor

Der bei Einbrechern beliebteste Weg führt durch die Terrassen- oder Balkontüren, deshalb sollten diese beim Nachrüsten Priorität haben. Bei Fenstern bewährte Techniken, wie Stangenschlösser oder Scharnierseitensicherungen, helfen auch hier.

Und Haustüren lassen sich oft mit einem Blech oder einer Multiplexplatte verstärken, häufig ist auch ein zusätzlicher Querriegel sinnvoll. Damit Fenster nicht einfach aufgehebelt werden können, sollten sie sichernde Pilzkopfzapfen und passende Gegenstücke haben.

Die meisten Holz- und Kunststofffenster ab Baujahr 1990 lassen sich mit solchen Beschlägen nachrüsten. Alternativ lassen sich auch Zusatzsicherungen anbringen, die Rahmen und Flügel fest miteinander verbinden.

Grundsätzlich gilt: Je größer das Fenster, desto mehr zusätzliche Sicherungen werden benötigt. Abschließbare Griffe für Fenster sind ebenfalls wichtig, reichen aber als alleiniger Schutz nicht aus.

Wie Sie mit wenig Geld Einbrecher abschrecken

Um den Anschein zu erwecken, dass sich Personen im Haus befinden, sollten Sie Zeitschaltuhren an Lampen und Radiogeräten nutzen.

Sind Sie einige Tage nicht da, sollten Sie Freunde oder Nachbarn bitten, regelmäßig den Briefkasten zu leeren.

Sorgen Sie dafür, dass auch (eventuell mit Hilfe von Zeitschaltuhren) Rollläden betätigt und Lampen an- und ausgeschaltet werden können.

Bewahren Sie Wertsachen während Ihrer Abwesenheit sicher im Tresor oder im Bankschließfach auf.

Haben Sie schon diese Liste erstellt?

Eine Liste der Wertsachen kann, wenn es doch zu einem Einbruch kommt, bei der Regulierung des Schadens helfen. Stellen Sie vor Verlassen des Hauses sicher, dass Sie alle Fenster geschlossen haben und auch die Haustüre richtig (zweimal den Schlüssel umdrehen!) abgeschlossen haben. Auch die Nebeneingänge wie Garagen und Keller!

Ratsam ist es natürlich immer, langfristig in die Sicherheitstechnik, wie beispielsweise einbruchhemmende Türen und Fenster sowie elektronische Sicherheitssysteme des eigenen Hauses oder der eigenen Wohnung, zu investieren.

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Gerade wenn es abends früh dunkel und morgen erst spät hell wird, haben sie Hochsaison: Die Rede ist von Einbrechern. Die Angaben der polizeilichen Kriminalstatistik sind alarmierend wie eindeutig zugleich: In Deutschland nimmt die Zahl der Haus- und Wohnungseinbrüche stetig zu.   Die Tricks der Einbrecher werden zudem immer raffinierter. So können Sie beispielsweise mit einem "schwarzen Schlüssel"  in Ihr Haus gelangen ohne dabei sichtbare Aufbruchspuren zu hinterlassen. So bleibt Ihre Haustür zwar unbeschädigt, aber leider geht auch Ihr Versicherungsschutz flöten. 
Die Tage werden kürzer und die Dunkelheit bricht früh ein: Die perfekte Zeit für Langfinger. Immobilienbesitzer sollten vorbereitet sein, denn Vorbeugen lohnt sich.

 meineimmobilie.de-Tipp

Ob in der Bauplanung oder für die Nachrüstung - effektiver Einbruchsschutz bedarf Fachwissens und Erfahrung.

 

Der Einbau von Sicherheitstechnik sollte immer vom Fachmann erfolgen, denn eine fehlerhafte Installation macht die hochwertigsten Vorrichtungen wirkungslos.