Mittwoch, 01.07.2009 | Autor: heihec

Talfahrt der Gaspreise

News: Zum 1. Juli und 1. August haben insgesamt 266 Gasversorger Preissenkungen von durchschnittlich 10 Prozent angekündigt. Verbraucher sollten sich die derzeitig niedrigen Sommerpreise für den kommenden Winter sichern.

Eine Untersuchung des Verbraucherportals Verivox.de hat ergeben, dass auch im dritten Quartal des Jahres 2009 die Gaspreise sinken. Bereits 266 Gasversorger kündigten zum 1. Juli und 1. August eine Preissenkung von 10 Prozent an. Doch zum Jahreswechsel könnte sich dies wieder ändern.

"Sollten die Ölpreise nicht bald fallen, sind Gaspreiserhöhungen zum Jahreswechsel wahrscheinlich", so Peter Reese, Leiter Energiewirtschaft bei Verivox.de. "Daher empfehlen wir allen Verbrauchern, die Preise zu vergleichen und sich die derzeitig niedrigen Sommerpreise für den kommenden Winter zu sichern."

Gaspreise stabil zum Beginn der Heizperiode

Im Sommer ist der Gasbedarf am niedrigsten, das meiste Gas wird im Winter verbraucht. Daher sind die Preisbewegungen zum Beginn der Heizperiode und während des Winters von großer Bedeutung für die Gasrechnung der Verbraucher. Viele Gaslieferverträge arbeiten mit der sogenannten 6/3/3-Formel. Diese besagt, dass der Sechs-Monats-Durchschnitt der Rohölpreise mit einem zeitlichen Versatz von drei Monaten für jeweils drei Monate gültig ist. Was bedeutet, dass für die Preise ab dem 1. Oktober 2009 der durchschnittliche Ölpreis zwischen 1. Januar 2009 und 1. Juli 2009 ausschlaggebend ist.

Vergleicht man die durchschnittlichen Ölpreise zwischen Januar 2009 und Juni 2009 mit dem Zeitraum zwischen Oktober 2008 und März 2009, lassen sich nur sehr geringe Abweichungen von 0,3 Prozent erkennen. Daher geht Verivox.de davon aus, dass die Gaspreise zum Beginn der Heizperiode am 1. Oktober stabil bleiben werden.

Steigende Gaspreise zum Jahreswechsel?

Doch schon zum Jahreswechsel könnte sich dies ändern. Sollten sich die Ölpreise auf ihrem derzeitigen Niveau von rund 70 Dollar pro Barrel (159 Liter) bis Ende September stabilisieren, würden die durchschnittlichen Ölpreise zwischen April 2009 und September 2009 um 19,7 Prozent höher sein als zwischen Januar 2009 und Juni 2009. Sollten die Gasversorger die gestiegenen Beschaffungskosten voll an die Verbraucher weitergeben, ergäbe dies Gaspreissteigerungen zum Jahreswechsel zwischen 5 und 10 Prozent.

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