Montag, 26.10.2009 | Autor: heihec

Stromkosten steigen

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News: Die Kosten für den Ausbau der erneuerbaren Energien werden durch das gesetzlich festgelegte Umlageverfahren von den Stromkunden getragen. Deshalb steigen die Stromkosten für den Verbraucher im Jahr 2010 um rund 75 Prozent, behauptet der BDEW.

Wegen des starken Ausbaus der erneuerbaren Energien werden im Jahr 2010 die Kosten für Strom steigen. Verbraucher müssen künftig wegen des gesetzlich festgelegten Umlageverfahren 2 Cent pro Kilowattstunde für jede verbrauchte Kilowattstunde zur Förderung des Ausbaus der erneuerbaren Energien zahlen. Dies geht aus einer aktuellen Pressemitteilung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hervor.

"Der weitere Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland ist wichtig und richtig, hat allerdings auch seinen Preis. Das sollte ehrlich kommuniziert werden. Wir kommen jetzt in die Phase, in der wir die erneuerbaren Energien schrittweise in den Markt integrieren müssen", sagte Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des BDEW.

Einflussfaktoren für Höhe der Stromkosten

Aber auch die aktuelle konjunkturelle Lage wirkt sich auf die Höhe der Erneuerbare-Energien-Gesetz-Umlage aus. Durch die Wirtschaftskrise sinkt der Stromverbrauch in Deutschland und die ermittelten EEG-Kosten müssen daher auf einen kleineren Stromabsatz aufgeteilt werden. Durch den gesunkenen Börsenpreis wird die EEG-Umlage ebenfalls beeinflusst. Denn damit sinken trotz gesetzlich fixierter Vergütungszahlungen an die Anlagenbetreiber die Vermarktungserlöse der Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) beim Verkauf der EEG-Strommengen an der Leipziger Strombörse EEX.

Wälzungsmechanismus soll Kosten dämpfen

Kosteneinsparung und Transparenz des Erneuerbare-Energien-Gesetzes hingegen ermöglicht die im Juli 2009 vom Deutschen Bundestag verabschiedete Umstellung des sogenannten Wälzungsmechanismus. Die EEG-Umlage tritt mit der Umstellung des Wälzungsmechanismus durch die Ausgleichsmechanismusverordnung an die Stelle der bisherigen EEG-Mehrkosten, die die Vertriebe in ihre Preise einkalkuliert haben.

Durch die jetzt veröffentlichte EEG-Umlage steigt der bisherige Kostenbestandteil "EEG-Mehrkosten" des Haushaltskundenpreises. Jedoch hängt der Strompreis für Haushaltskunden auch von anderen Faktoren, wie beispielsweise den Kosten für die Beschaffung von Strom ab. Inwieweit die erhöhte EEG-Umlage kompensiert werden kann, hängt von der Entwicklung der anderen Faktoren des Strompreises ab.

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Kommentare (1)

29.10.2009, 13:25 Uhr von Rita Profil ansehen
"behauptet der BDEW" !!!! BDEW = Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft Ja, was sollte man von Seiten der Energiewirtschaft auch anderes erwarten! Wer in Suchmaschinen z.B. Stromlüge Strompreislüge eingibt, findet hierzu leicht andere Aussagen