Mittwoch, 26.09.2012 | Autor: Heidi Hecht

Schornsteinbrände vermeiden mit richtigem Heizen

Worum geht´s
  • Schornsteinbrände durch Benutzung falscher Brennstoffe und Umgang mit der Feuerstätte
  • Tipps zum richtigen Heizen mit Holz

Kachelöfen, Kaminöfen oder Heizkamine befinden sich heute in fast jeder Immobilie, denn in der kalten Jahreszeit verbreiten sie gemütliche Wärme. Doch Immobilieneigentümer sollten achtgeben, womit sie in der kalten Jahreszeit heizen, um einen Schornsteinbrand zu vermeiden.

Die Heizsaison steht bevor und so werden in Kürze wieder Kachelöfen, Kaminöfen oder Heizkamine mit Holz befeuert, um eine gemütliche Wärme zu verbreiten. Doch Vorsicht bei der Wahl der Brennstoffe und dem Umgang mit der Feuerstätte, denn Schornsteinbrände sind schnell ausgelöst. Vorbeugende Tipps zum richtigen Heizen mit Holz gibt die GTÜ - Gesellschaft für Technische Überwachung mbH.

Falsche Brennstoffe lösen Schornsteinbrände aus

"Lediglich raucharme Brennstoffe dürfen verwendet werden. Dazu zählen gemäß der ersten Verordnung zur Durchführung des Bundesimmissionsschutzgesetzes Steinkohlen und Steinkohlenbriketts, Braunkohlebriketts, Koks sowie trockenes, naturbelassenes Holz", erläutert Lutz Krumbholz, öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger des Schornsteinfegerhandwerks. "Nicht zulässig ist das Verheizen von Holz, das mit Imprägnierungsmitteln behandelt wurde. 
Auch Papier, Verpackungsmaterial und Abfälle dürfen nicht verheizt werden." Wird eine Feuerstätte mit feuchtem Holz, Abfällen oder Abfallholz als Brennstoff dauerhaft beheizt, besteht die Gefahr eines Schornsteinbrandes. Dieser wird durch Rußablagerungen im Schornstein bei unvollständiger Verbrennung verursacht. "Dabei gilt: Je feuchter das verbrannte Holz ist, desto größer ist dabei das Risiko von Rußablagerungen. Diese Ablagerungen können sich gegebenenfalls entzünden", so Krumbholz weiter.

Schornsteinbrände von Feuerwehr löschen lassen

Die Schornsteinbrandentstehung wird durch zahlreiche Faktoren begünstigt. Dazu zählen neben starkem Wind und einer Überbelastung der Feuerstätte auch das Verbrennen von Nadelhölzern.
Dabei werden Funken oder sogar Flammen bis in das Rauchrohr und in den Schornstein getragen, wo sie den Rußbelag entzünden können. Ein Schornsteinbrand kann zudem ausgelöst werden, wenn beim Nachheizen die Zuluftöffnung zu lange geöffnet bleibt, so dass die Abgastemperatur stark ansteigt. Krumbholz warnt aufgrund der hohen Temperaturen, Schornsteinbrände mit Wasser zu löschen, denn der dabei entstehende Dampfdruck wäre so groß, dass der Schornstein ohne Weiteres aufreiße oder sogar auseinanderplatze. Alle richtigen Schritte zur gezielten Brandbekämpfung leite im Brandfalle die alarmierte Feuerwehr ein.

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 meineimmobilie.de-Tipp

Die GTÜ empfiehlt allen Immobilieneigentümern, sich bei ihren zuständigen Bezirksschornsteinfegermeistern gezielt über die fachgerechte Nutzung von Feuerstätten und den Betrieb von Schornsteinen zu informieren, um Schornsteinbrände zu vermeiden.