Schimmel im Haus
Schädlinge am Haus können auch die Folge einer unsachgemäßen Bauausführung sein. Manchmal ist davon die Substanz befallen, so dass die Beseitigung sehr aufwändig ist. Dann verursachen sie leider hohe Kosten und bewirken eine erhebliche Wertminderung. Als häufigster Schaden in der Wohnung gilt der Schimmel.
Wärmebrücken als Ursache für Schimmel
Gründe für Schimmel können Baumängel, wie etwa Wärmebrücken in der Außenmauer, sein. Schimmelpilz ist ebenso gesundheitsschädlich wie verschiedene giftige Chemikalien, die in Farben, Lacken und vielen anderen Baustoffen eingesetzt werden. Ihre Entfernung kann sehr teuer werden. Deshalb sollte bei der Immobilienbesichtigung auf Schädlinge und Schadstoffe geachtet werden. Im Zweifel können spezielle Tests durchgeführt werden.
Feuchtigkeit ist der Freund vieler Schädlinge. Dabei erweist sich feuchtes Holz nicht nur als Bodensatz für Schimmel. Auch Pilze wie der Blättling bilden darauf ihre Fruchtkörper. Wenn die ersten sichtbaren Anzeichen für den Blättling auftauchen, ist es häufig schon zu spät: Im Inneren des Holzes ist dann durch die jahrelange Fäule ein nicht mehr behebbarer Schaden entstanden.
Innenfäule entsteht beispielsweise bei Holzfensterrahmen sehr häufig deshalb, weil bei der Herstellung zu feuchtes Holz verwendet wurde. Die anschließend aufgebrachte Lackschicht versiegelt das Material und verhindert das Austrocknen. Die Feuchtigkeit ist somit eingeschlossen und beginnt das Holz von innen zu zerstören.
Aufwändige Sanierung bei Schimmel
In jeder Wohnung und jedem Haus befindet sich durch die natürliche Luftfeuchtigkeit permanent Wasser. Dazu kommt zusätzliche Feuchtigkeit durch baden, duschen und kochen. All dies bildet den idealen Nährboden für Schimmel. Schimmel befällt alle Formen organischer Materialien. Und die kommen in fast jedem Baustoff eines Hauses vor.
Ob Tapete, Bauputz oder Holzfenster: Alles kann potenziell von unterschiedlichen Formen des Schimmelpilzes befallen werden. Schimmelpilze sind eine ernste Angelegenheit, da diese gesundheitsgefährdend sind! Sie sind verantwortlich für Allergien, manche Formen stehen sogar unter dem Verdacht, krebserregend zu sein. Gesund sind ihre Ausdünstungen in keinem Fall. Zwar sind in jeder normalen Raumluft immer Schimmelbakterien vorhanden, aber erst die Bildung von Kulturen im Haus und eine übermäßige Ausbreitung machen den Schimmelpilz ungesund.
Verschiedene Schimmel-Schädlinge
Am bekanntesten sind schwarze Flecken auf Wänden, die zum Beispiel vom Stachybotrys chartarum stammen können. Schimmel ist gesundheitsschädlich. Die Ursachen für Schimmelbildung sind vielfältig und nicht immer auf Baumängel zurückzuführen: Häufigste Ursache ist ein falsches Heiz- und Lüftungsverhalten.
Oft ist in Schlafzimmer, Küche oder Bad die Luftfeuchtigkeit sehr hoch, gleichzeitig aber die Heizung zu niedrig eingestellt. Dies bewirkt, dass die angesammelte Luftfeuchtigkeit zu Tauwasser wird. Gerade bei sehr gut wärmegedämmten Außenfassaden hat die Feuchtigkeit jedoch keine Möglichkeit, durch Wände oder Fensterritzen nach außen zu entweichen. Sie bleibt also im Raum und bildet den Nährboden für den Schimmelpilz. Deshalb ist es sehr wichtig, mindestens zwei Mal am Tag für 10 bis 15 Minuten zu lüften.
Einfach Abhilfe gegen Schimmel
Hinter den Wandschränken ein wenig Abstand zur Wand lassen, ermöglicht auch an diesen Stellen eine ungehinderte Luftzirkulation. Nicht ganz so einfach sieht es aus, wenn Bauschäden und -mängel die Ursache für Schimmelbildung sind. So bietet gerade die Durchfeuchtung von Bauteilen etwa durch einen schlechten Farbanstrich oder durch schlechte Bauwerksabdichtung den idealen Nährboden für Schimmel.
Verantwortlich dafür sind...
- Wärmebrücken durch eine schlechte Wärmedämmung an der Hausfassade oder durch schlecht eingesetzte Elemente wie etwa den Rollladenkasten,
- undichte Rohre,
- schlecht isolierte Innenschächte, etwa von Kaminen,
- undichtes Dach oder andere Lecks in der Außenhaut.
Aufwändige Ursachenbeseitigung
Wenn die Ursache des Schimmelbefalls eine schlechte Bauausführung ist, kann die Beseitigung sehr viel Geld kosten. Zunächst müssen alle befallenen Teile, wie etwa die Tapete oder der Putz, großzügig entfernt werden. Glatte Oberflächen können anschließend gut mit einer Essigessenz gereinigt werden. Bei Holz muss der Schimmelpilz durch Trocknung abgetötet und anschließend durch Schleifen und Abbürsten entfernt werden. Ist der Befall sehr stark, sollte auf jeden Fall ein Fachmann hinzugezogen werden.
Eine sehr aggressive Schädlingsform ist der Hausschwamm. Dieser Pilz frisst förmlich die Fugen aus dem Mauerwerk. Er beginnt sein Werk zunächst im feuchten Holz, kann sich aber später auch in trockenen Materialien weiterverbreiten. Häuser sind durch den Befall einsturzgefährdet, weshalb echter Hausschwamm in einigen Bundesländern sogar den Behörden gemeldet werden muss. Die Beseitigung ist teuer und aufwändig. Der Hausschwamm gilt deshalb als erheblicher Mangel.
meineimmobilie.de-Tipp:
Um die Art der Schimmelbakterien festzustellen, erhalten Sie in der Apotheke bereits für wenige Euro entsprechende Messsets. Sollten Sie den Verdacht haben, dass Bauschäden die Ursache sind, dann investieren Sie besser Geld in ein spezielles Gutachten, denn so erfahren Sie sofort, wie teuer die Beseitigung werden kann.


