Montag, 27.07.2009 | Autor: heihec

Ökostrom Dschungel

News: Wer sich auf die Suche nach einem Ökostromanbieter macht, verirrt sich schnell im Dschungel der Zertifikate und Gütesiegel. Denn die fehlenden gesetzlichen Regelungen erschweren den Verbrauchern die Wahl. Das unabhängige Verbrauchsportal Verivox.de erklärt die Unterschiede.

Fehlende verbindliche Kriterien für Ökostromprodukte verwirren viele Verbraucher bei der Wahl des Anbieters. Ohne klare Definitionen ist ein Dschungel aus Zertifikaten und Gütesiegeln entstanden.

"Die verschiedenen Ökostromzertifikate und -gütesiegel verwirren viele Verbraucher, die bereit sind, etwas für die Umwelt zu tun. Hier könnte der Gesetzgeber Sicherheit schaffen und allgemeine Richtlinien für Ökostromprodukte einführen", so Peter Reese, Leiter Energiewirtschaft bei Verivox.de.

Unterschiede zwischen Gütesiegeln und Zertifikaten

Ökostrom ist nicht immer Ökostrom, deshalb sollten die Verbraucher unbedingt einen Blick ins Kleingedruckte werfen und sich nicht von Gütesiegeln oder Zertifikaten blenden lassen. Denn Zertifikate sagen beispielsweise wenig über die Qualität des jeweiligen Ökostromtarifes aus. Sie können gehandelt werden und für die Vergabe von Zertifikaten ist nur die Stromquelle entscheidend. Gütesiegel hingegen werden nur an Anbieter vergeben, die einen bestimmten Anteil der Einnahmen in den Bau neuer Anlagen zur regenerativen Stromerzeugung investieren und die Anlagen nutzen, welche ein gewisses Alter nicht überschreiten.

Unterschiede zwischen Ökogütesiegeln

Doch auch zwischen den Gütesiegeln gibt es Unterschiede. Die Zertifizierung durch eine TÜV-Gesellschaft beinhaltet beispielsweise neben dem Herkunftshinweis die allgemeine Auflage, dass der jeweilige Ökostromanbieter den Kostenaufschlag für Ökostromtarife nur für die Förderung Erneuerbarer Energien verwenden darf. Gütesiegel wie beispielsweise das GrünerStromLabel legen für den ökologischen Nutzen eines Ökostromproduktes noch strengere Kriterien an. Hier ist neben dem Ausbau regenerativer Energiequellen auch die allgemeine Haltung des Stromanbieters gegenüber Erneuerbaren Energien entscheidend.

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